|
|
Sobald der Segelflugzeugführer das Schleppseil ausgeklinkt hat, beginnt das Motorflugzeug mit dem Sinkflug um das nächste Segelflugzeug hochzuschleppen. Um schnell wieder am Flugplatz zu sein (jede Schleppminute kostet Gebühren) steigt der Motorpilot möglichst steil und schnell ab. Nach dem Ausklinken dreht das Segelflugzeug nach rechts ab, das Motorflugzeug nach links um Zusammenstösse zu vermeiden.
In Deutschland darf die Schleppmaschine nicht mit dem angehängten Seil landen. Deshalb muss der Schlepppilot vor der Landung ebenfalls ausklinken und damit das Seil über dem Flugplatz abwerfen. Oder des Schleppflugzeug verfügt über eine Einzugsvorrichtung, mit der das Schleppseil aufgewickelt wird.
Der Flugzeugschlepp ist vor allem stets für das Motorflugzeug gefährlich. Ein Fehlverhalten des geschleppten Segelflugzeugführers durch schnelles Übersteigen der Schleppmaschine in geringer Höhe kann vom Piloten des Motorflugzeuges wegen der Hebelwirkung des Seiles nicht korrigiert werden, auch ein Ausklinken des Seiles kann dann einen Unfall nicht mehr verhindern.
Es gibt darüber hinaus auch noch die Varianten mit mehreren Flugzeugen die im 2. Weltkrieg für Lastensegler angewendet wurde. Dabei zogen 3 Messerschmidt Me 110 eine Messerschmidt Me 321. Dieses Schleppverfahren nannte man Troika-Schlepp. Da es sehr unfallträchtig war, wurde es bald aufgegeben.
Beim Deichselschlepp wird an dem zu schleppenden Flugzeug eine Deichsel des Schleppflugzeuges eingehakt, ähnlich wie ein LKW-Anhänger an seinen LKW.
Beim Mistelschlepp wurde das zu schleppende Flugzeug mit einem mechanischen Vorrichtung auf dem Schleppflugzeug befestigt. Im 2.Weltkrieg entstannden so die Mistel-Gespanne. Die NASA benutzte diese Methode im Ihre Space Shuttle mit einer umgebauten Boeing 747 zu schleppen.