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Das Gallusviertel oder kurz das Gallus ist ein Stadtteil von Frankfurt am Main.
Historisch ist das Gallus das frühere Galgenfeld westlich der mittelalterlichen Stadtgrenze Frankfurts. Der Name leitet sich von der Galluswarte (eigentlich Galgenwarte) her, einem der vier mittelalterlichen Wehrtürme der Stadt. Mit dem Heiligen St. Gallus hat der Name des Stadtviertels urspünglich nichts zu tun, doch wurde der Name gegen Ende des 18. Jahrhunderts umgewandelt, um der Gegend ihren schändlichen Ruf zu nehmen. Eine 1905 neugebaute katholische Kirche in diesem Stadtviertel ist ebenfalls dem Heiligen Gallus geweiht.
Der Stadtteil erstreckt sich nördlich des Mains vom Hauptbahnhof nach Westen bis zum Stadtteil Griesheim, im Norden begrenzt durch die Messe Frankfurt und das Rebstockgelände. Als eine wirtschaftliche Achse zieht sich die Mainzer Landstraße quer durch das Stadtviertel. Nach dem Verschwinden von Produktion und Handwerk hat sich in erheblichem Maße seit 2000 Dienstleistungsgewerbe (Verlagsgewerbe und Wertpapierhandel, sowie große Bereiche der Commerzbank AG mit Ihrem Dienstleistungszentrum) in neuen Gebäuden angesiedelt.
Geschichtlich ist der Stadtteil ein Mischgebiet. Neben Produktion und Handwerk spielte der Transport eine Rolle, die durch den Abriss des Güterbahnhofes ebenfalls beendet wurde.
Einige Straßenzüge gelten als soziale Brennpunkte, aufgrund verschiedener Lebensläufe der Bewohner (Sozialhilfe, Immigration, Drogen- oder Alkoholmißbrauch).
Siehe auch: Gallus