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Die Französische Sprache (Französisch) gehört zur romanischen Gruppe der Indoeuropäischen Sprachen. Es wird gegenwärtig von ca. 77 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Zählt man Zweitsprachler hinzu, kommt man auf ca. 128 Millionen Sprecher (Stand für beide Zahlen 1999).
Der Language Code ist fr bzw. fra oder
fre (nach ISO 639); für Altfranzösisch (842 bis
ca. 1400) ist der Code fro und für Mittelfranzösisch
(ca. 1400 bis 1600) ist der code frm.
Viele Deutsche stellt das Erlernen der französischen Sprache vor große Probleme, da das Französische mehrere Laute enthält, die im Deutschen unbekannt sind. Dazu zählen vor allem die Nasallaute.
Weitere Schwierigkeiten treten beim Erlernen der Schriftsprache auf, weil sich Schriftbild und die korrekte Aussprache seit Jahrhunderten auseinander entwickelt haben.
Als Regel kann man dabei formulieren, dass die Konsonanten (r, s, t und nichtnasales n) und der Vokal (e) am Wortende praktisch nie gesprochen werden.
Die Aussprache
Ein "h" am Wortbeginn bleibt stumm.
Bei der Konjugation der Verben tritt der Fall auf, dass die Konjugationssilbe "-ent" für die dritte Person Plural stumm bleibt.
Auch ein "e" am Wortende ist zumeist stumm. Es ist in vielen - aber auch wiederum nicht in allen - Fällen ein Hinweis darauf, dass das betreffende Wort weiblichen Geschlechts ist. Außerdem ist ein Hinweis darauf, dass der Konsonant vorher zu artikulieren ist.
Bei den seltenen Konsonantenhäufungen ist oftmals auch der eine oder andere Buchstabe nur noch ein stummes Überbleibsel der Etymologie, weil er dem Wohlklang im Wege stand:
Bisweilen aber tauchen stumme Konsonanten am Wortende in der Aussprache wieder auf, wenn das folgende Wort mit einem Vokal beginnt.
Es wird dann eine so genannte Liaison vorgenommen, also beide Worte werden zusammenhängend ausgesprochen.
Zudem gibt es eine ganze Reihe von Worten, die mit einem "aspirierten h" beginnen. Dieses "h" bleibt zwar ebenso stumm, aber durch seine Existenz wird gewissermaßen die Autonomie des Wortes bewahrt, also keine Liaison vorgenommen.
Die Nasallaute tauchen immer dann auf, wenn vor einem "n" ein Vokal steht und nach dem "n" kein weiteres "n" oder kein weiterer Vokal folgt. Das "n" dient in diesen Fällen in der Schrift nur zur Anzeige der nasalen Aussprache des vorangegangenen Vokals und wird nur dann gesprochen, wenn es durch eine Liaison erforderlich wird. Das "~" soll die nasale Aussprache verdeutlichen.
Das Adjektiv nimmt stets das Geschlecht und auch die Zahl des Bezugswortes an. Dabei wird die weibliche Form meist durch das Anfügen eines "e" gebildet, was dazu führt, dass sich die Aussprache ändert:
Schließlich gibt es auch Adjektive, deren männliche und weibliche Formen identisch sind, sowohl vom Schriftbild als auch von der Aussprache her
Die Adjektive stehen im Französischen in der Regel HINTER dem Substantiv, auf welches sie sich beziehen.
Adverbien werden gebildet, indem an die weibliche(!) Form des Adjektivs die Silbe "-ment" angefügt wird. Aber vor allem bei kurzen Verben sind beide Formen identisch.
Die Bildung der Mehrzahl ist im Französischen nicht sehr schwierig, wird in der Aussprache allerdings nur selten bezeichnet.
In der Schrift erfolgt sie in den meisten Fällen durch das Anhängen eines "s".
Dieses "s" allerdings bleibt in der Aussprache stumm. Auch wenn sich eine
Endsilbe wie "-es" ergeben sollte, hört man zwischen Einzahl- und Mehrzahlform keinen Unterschied - es sei denn, es kommt zu einer Liaison.
Das Erlernen des Geschlechtes wird erschwert durch die Tatsache, dass die bestimmten Artikel apostrophiert werden, wenn das Substantiv mit einem Vokal oder einem stummen h - Ausnahme aspiriertes h - beginnt.
Französisch erhält seinen Wohlklang nicht nur durch den Wegfall der Aussprache "unnötiger" Konsonanten sondern auch durch das Auslassen von Vokalen, wenn es zu einer Häufung derer kommen sollte.
Das Auslassen wird dann durch Apostrophe gekennzeichnet.
Will man im Französischen eine Frage stellen, hat man drei Möglichkeiten.
Das ist so teilweise auch im Deutschen üblich?
Einmal als Intonationsfrage. Dabei entspricht die Wortstellung dem Aussagesatz, lediglich die Sprechmelodie ist anders, sie hebt sich zum Ende des Satzes hin im Falle einer Frage.
Eine Reform der Schrift weg von der Schreibweise des 11/12. Jahrhunderts hin zu einer Schreibweise, die mehr an der modernen Aussprache angelehnt ist, wird stets mit folgendem Argument abgeschmettert:
Man will die Eindeutigkeit der geschriebenen Wörter bewahren, die in der Aussprache schon längst Homonyme sind, also identisch gesprochen werden.
Die Mehrzahlbildung
Bei Substantiven, die in der Einzahl auf "-al" enden, lautet die Mehrzahlform auf "-aux".
Bei Substantiven, die auf "s" oder "x" enden, sind Einzahl- und Mehrzahlform identisch.
Letzten Endes also kennzeichnet nur der Artikel in der Aussprache den Unterschied zwischen Einzahl und Mehrzahl.Die Geschlechter
Im Französischen gibt es zwei Geschlechter: männlich und weiblich.
Den Substantiven ist es allerdings oft nicht entnehmbar welches Geschlecht sie haben.
Es muss also der Artikel - "le" für männlich, "la" für weiblich - mitgelernt werden.
Die Mehrzahlform des Artikels lautet in beiden Fällen "les".
Und wie man sieht, entsprechen die Geschlechter bei weitem nicht immer jenen, die man im Deutschen gewöhnt ist.Die Apostrophierung
Aber nicht immer wird apostrophiert.
Aber:Fragestellungen auf Französisch
Die zweite, ebenfalls sehr umgangssprachliche und für Französisch Lernende aufgrund der Fragesignalisierung zu Beginn des Satzes sehr einfache Form besteht darin, dem Aussagesatz ein "est-ce que" voranzustellen.
Sollte ein Fragewort den Satz einleiten, steht dieses vor "est-ce que".
Die dritte Möglichkeit der Fragestellung ist die Inversion, also die Umkehrung der Satzstellung von Personalpronomen und dazugehörigem Verb. Sie entspricht unserer deutschen Fragestellung.
wird zu
wird zu
Die Inversion gilt als eleganter aber auch schwerfälliger und wird jedoch vor allem in der Schriftform benutzt.Verneinungen
Wird im Französischen eine Satzaussage verneint, geschieht das immer doppelt.
Das konjugierte Verb - niemals das Partizip! - wird von der Verneinung gewissermaßen von beiden Seiten umfasst.
Die Verneinung beginnt zunächst immer mit der Partikel "ne"; es folgt das Verb; schließlich folgt die eigentliche Verneinung, je nachdem, welche Art von Verneinung vorliegt.
Dabei werden auch hier oft Apostrophierungen vorgenommen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die Einleitungspartikel bzw. deren apostrophierte Formen in der Umgangssprache oft weggelassen wird.Rechtschreibreform?
oder auch
Das Argument der Eindeutigkeit mag aufgrund dieser Beispiele zunächst einleuchten. Da aber die Worte stets in einem bestimmten Kontext stehen, wird deren Bedeutung stets klar. Ansonsten wäre im Französischen keine mündliche Verständigung mehr möglich - was aber augenscheinlich nicht der Fall ist.Amtssprache
Französisch ist Amtssprache in den folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der Muttersprachler)Siehe auch
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