Freie Informationsinfrastruktur

Freie Informationsinfrastruktur ist der aus dem Amerikanischen entlehnte Übersetzung des Terminus "Free Information Infrastructure", wurde aber in Europa Ende der 90er Jahre geprägt. Der techno-liberale Ausdruck bezieht sich auf die Freiheit der Elektronischen Medien und die Nutzung der Informationstechnik zur Sicherung der bürgerlichen Freiheiten (Pressefreiheit, Medienfreiheit, Äußerungsfreiheit, religiöse Toleranz) und des Freien Marktes. Dies wird als eine öffentliche Aufgabe (nicht mit "staatlich" zu verwechseln) gesehen, bedroht ist sie durch Regulation und fachfremde Einmischungen des Gesetzgebers.

Die Freie Informationsinfrastruktur ist die deutsche Adaption der amerikanisch fundierten Ideologie einer "Electronic Frontier", wobei die Förderer der Freien Informationsinfrastruktur die Rolle der öffentlichen Hand bei der Schaffung freier Netzinfrastrukturen nicht verkennen. Insbesondere bedroht sieht man die Entwicklugn der Freien Informationsinfrastruktur durch Softwarepatente und Marktbeschränkungen in Form von DRM. Man sieht es aber auch als eine öffentliche Aufgabe an, die Freiheit zu sichern. Die Aufgabe der Nutzer von Informationstechnologie ist es sich gegen das Umschlagen der IT in totalitäre Strukturen zur Wehr zu setzen in der Tradition der Freiheitsbewegungen des 19. Jh. Dem Modell der offenen Gesellschaft wird das Modell des Offenen Netzes beigesellt.

Die techno-liberalen Anhänger organisieren sich nach dem Motto: "In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas" in offenen Interessengeminschaften über das Internet, meist über Websites und Mailinglisten ohne formelle Hierarchien oder Mitgleidschaft. Viele sind IT professionals.



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