Friaul

Friaul ist eine Landschaft in Nordostitalien um die Stadt Udine und bildet den Großteil der Region Friaul-Julisch Venetien. Die Landschaft umfasst die Provinzen Udine und Pordenone, auch Teile der Provinz Görz (Gorizia) werden dazu gezählt.

Table of contents
1 Geografie
2 Sprachen und Geschichte
3 Die Herzöge von Friaul
4 Weblinks

Geografie

Friaul liegt zwischen Venetien, den karnischen Alpen (Grenze zu Kärnten), Slowenien und der Adria. Das halb gebirgige Land geht im Westen in die norditalienische Tiefebene über. Hauptflüsse sind der Isonzo und der Tagliamento, die nahe der Adria sehr breite Schotterbetten haben - Sedimente aus den Kalkalpen im Norden. Dorthin führt eine bekannte Dolomitenstraße und die Hauptroute nach Österreich, das imposante Kanaltal mit seinen Steilwänden und malerischen Orten in jeder Biegung. Ihre Namen beschreiben die Geografie: Tolmezzo, Chiusaforte, Pontebba...

Am Ursprung des Kanaltals, beim Dreiländereck zu Österreich und Slowenien, liegt die alte Handelsstadt Tarvis und die Wasserscheide zu den Donauländern: zum breiten Drautal (Tauernautobahn, Villach, Wörthersee) und zur Savequelle am Triglav (2863m, Julische Alpen.
Gleich jenseits dieses Hochgebirges an der Grenze liegt der bekannte Skiort Kranjska Gora und die Quelle des Soca, der später dem Isonzo große Mengen Geröll zuführt. Auf slowenischer Seite leben Minderheiten, z.B. bei Tolmein (ital.) und bei Karfreit. Die südlicheren Sprachgrenzen bis Triest und auf der Halbinsel Istrien haben die Politik lange beschäftigt.

Im friulischen Zentrum bei Gemona war 1974 ein starkes Erdbeben, das den Dom fast zerstört hätte und mit der Plattentektonik zusammenhing. Die nahe Provinzhauptstadt Udine blieb aber fast unversehrt.

Sprachen und Geschichte

In der Region wird eine eigene Sprache gesprochen, das Furlanische, das dem Ladinischen näher steht als dem Italienischen.

Friaul war ursprünglich ein langobardisches Herzogtum, das im 9. Jahrhundert zu einer Mark des Frankenreiches wurde. Der größte Teil des Landes stand im späteren Mittelalter unter der Herrschaft des Patriarchen von Aquileia, bis es 1420 von Venedig erobert wurde, dessen Geschichte es bis 1794 teilt. Ein Teil im Osten kam an die Grafen von Görz, von denen es um 1500 an die Habsburger kam. Im Frieden von Campo Formio kam das ganze Gebiet an Österreich und wurde Teil des Lombardo-Venezischen Königreiches. 1866 kam der größte Teil an das neugegründete Italien, der Rest 1919.

Die Herzöge von Friaul

Weblinks