|
|
| Table of contents |
|
2 Das Kommunikationsquadrat 3 Stil, Werte und Persönlichkeit 4 Modell Inneres Team 5 Link |
Studium, Kurse und Leitideen
Schulz v.Thun studierte Psychologie, Philosophie und Pädagogik in Hamburg 1967-71, war dann Assistent bei Reinhard Tausch und promovierte 1973 über "Verständlichkeit der Wissens- und Informationsvermittlung". Kurz nach seiner Habilitation 1977 wurde er in Hamburg zum Univ.Prof. berufen.
Ab 1971 hielt er Trainingskurse für Lehrer und Führungskräfte, die anfangs von Leitideen des Verhaltenstrainings und angewandter Gruppendynamik bestimmt waren. Ziel war das Erlernen partnerschaftlichen Miteinanders für Paare, zwischen Eltern und Kindern, in der Schule und am Arbeitsplatz - s.a. Encounter.
In weiteren Studien von Alfred Adlers Individualpsychologie und bei Ruth Cohn vertiefte er das Verständnis für zwischenmenschliche Vorgänge. Aus der Integration von humanistischen und systemischen Richtungen und seinen Kurserfahrungen entstand in den 1970ern das Kommunikationsquadrat - siehe unten. Erstmals 1977 publiziert, erschien es 1981 als Taschenbuch "Miteinander reden, Störungen und Klärungen". Er wurde bis zu den 1990ern zum Standardwerk. Die Trilogie "Miteinander reden" erreicht inzwischen eine Millionenauflage.
Das Kommunikationsquadrat
Eine seiner Thesen betrifft die Vielschichtigkeit einer Botschaft zwischen zwei Personen - das 4-Ohren-Modell. Wir "sprechen" und "hören" bei jedem Kontakt zu einem anderen Menschen auf vier verschiedene Weisen:
Stil, Werte und Persönlichkeit
Über die Verschiedenheit der Menschen publizierte Schulz von Thun 1989 im 2.Band seiner Bücher, der inzischen 22 Auflagen erlebte:
Die Menschen sind verschieden in der Art, wie sie mit anderen reden und den Kontakt zu ihnen gestalten. Was der eine zur Erweiterung seiner sozialen Kompetenz dringend braucht, hat vielleicht der andere schon viel zu viel.
Bild: http://www.schulz-von-thun.de/buch/buchimg/abb/reden2.jpg Schulz unterscheidet 8 Kommunikationstypen, in denen man sich bei jeder Kontaktaufnahme erkennen kann. Manchmal mischen sich die Typen in mir - und sie können auch von einer Situation zu andern wechseln.
Modell Inneres Team
Der 3.Band (Ende 1998 beschreibt u.a., dass man oft "zwei Herzen in der Brust" hat. Sie melden sich (mehr oder weniger vernehmlich) bevor und während wir sprechen.
Schulz nimmt das Beispiel einer fleißigen Studentin, von der sich ein wenig engagierter Kollege eine Mitschrift ausborgen will. Sie schwankt zwischen Ärger und einer Art sozialer Verantwortung...
Diese "innere Pluralität" ist menschlich und wertvoll. Doch je dem Ablauf der inneren Diskussionen, je nachdem, wie sich das "innere Betriebsklima" gestaltet und ob eine gute Gesprächsleitung vorhanden ist, können wir über ein "Inneres Team" verfügen — oder aber unter einem ewig zerstrittenen Haufen leiden, mit nachteiligen Folgen auch für die Kommunikation nach außen.
Link
http://www.schulz-von-thun.de/buch.html (Leseproben und oben Zitiertes)