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Friedrich Ebert (* 4. Februar 1871 in Heidelberg, † 28. Februar 1925 in Berlin), war der erste Reichspräsident der Weimarer Republik.Ebert wurde am 4. Februar 1871 in Heidelberg geboren und erlernte zunächst das Sattler-Handwerk. 1889 in die SPD eingetreten wurde er zwei Jahre lang zum ständigen Umzug gezwungen, da er auf einer schwarzen Liste der Polizei stand. Im Jahre 1904 wurde er zum Präsident des Parteitages der SPD gewählt, neun Jahre später, am 20. September 1913, übernahm er nach dem Tode August Bebels zusammen mit Hugo Haase den Parteivorsitz. Im Jahre 1912 gelang ihm der Einzug in den Reichstag, dem er bis 1918 angehörte. Obwohl er nicht als Gegner der Monarchie glat wurde er nach der Abdankung des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II erst Mitvorsitzender im Rat der Volksbeauftragten, der deutschen Nachkriegsregierung, dann am 11. Februar 1919 vorläufiger Reichspräsident. 1922 verlängert der Reichstag seine Amtszeit mit verfassungsändernder Mehrheit bis 1925.
Am 28. Februar 1925 starb Friedrich Ebert an einer verschleppten Blinddarmentzündung in Berlin; er wurde in Heidelberg beerdigt. Die 1925 gegründete sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung ist nach ihm benannt. Ebert galt bei gleichzeitig tiefer sozialdemokratischer Verwurzelung nicht als Befürworter von Klassenkampf oder Diktatur des Proletariats. Besonders umstritten war sein Entschluß die Freikorps einzusetzen, um die Revolten der frühen Weimarer Republik niederzuschlagen. In seinen späteren Jahren galt er als die wichtigste Stütze der jungen Republik.