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Im Jahre 1825 veröffentlichte Harkort in der Nummer 26 der Zeitschrift "Hermann" den Aufruf, zwischen Köln am Rhein und Minden an der Weser eine Eisenbahn zu bauen. Zu dieser Zeit begann man in Deutschland das Thema zu beachten und Harkort handelte wie ein Unternehmer, als er seinen Artikel unter der Maßgabe einer gewissen Marktstrategie veröffentlichte. Sein Aufsatz begann mit den Worten: "Durch die rasche und wohlfeile Fortschaffung der Güter wird der Wohlstand eines Landes bedeutend vermehrt." Seine Überlegungen als Unternehmer galten dem Fernverkehr, denn für den einheimischen Bergbau besaß Harkort und sein Unternehmen im Jahre 1829 bereits eine Produktionskapazität von eine Millionen Pfund Schienen.
Im Jahre 1830 wurde unter seinem maßgeblichem Einfluss die Silscheder Kohlenbahn eröffnet, die bereits alle Grundzüge einer modernen Eisenbahnstrecken erkennen ließ.
Zur gleichen Zeit wurde Harkort in den westfälischen Provinziallandtag gewählt. Dort wiederholte er 1831 seinen Vorschlag. 1833 veröffentlichte Harkort nochmals seinen Aufruf: "Die Eisenbahnen von Minden nach Cöln". Das Resultat war eine Aktiengesellschaft, die sich um das notwendige Kapital für den Bau der Strecke bemühte, denn der preussische Staat war nicht Willens und in der Lage, die Strecke zu bauen.
Auf Grund widriger Umstände konnte das Unternehmen einige Zeit später nicht mehr fortgeführt werden. Erst 1847 war die Strecke vollständig befahrbar und zwar von der Köln-Mindener-Eisenbahn.
Friedrich Harkort gilt als früher Pionier der industriellen Revolution. Aus seinem Unternehmen ging später die DEMAG in Wetter an der Ruhr hervor. Zu seinen Frühtaten sozialem Gebiet gehört innerhalb seinens Unternehmens die Schaffung einer Betriebskrankenkasse nach dem Vorbild der Berggewerkschaftskassen des damaligen Bergbaus.