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| Table of contents |
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2 Bildnisse 3 Nachleben 4 Ausgaben 5 Literatur 6 Weblinks |
Sein Vater, ein Rentbeamter, wurde 1792 nach dem Dorf Oberlauringen in
Unterfranken versetzt. Die Eindrücke seiner dort verlebten Frühjugend hat
Rückert in dem 1829 entstandenen Cyklus "Erinnerungen aus den Kinderjahren
eines Dorfamtmannssohns" in poetisch-humoristischen Genrebildern
dargestellt. Nachdem er auf der lateinischen Schule zu Schweinfurt die
akademische Vorbildung erhalten, bezog er 1805 zum Studium der Rechte die
Universität Würzburg, wo er bis 1809 verweilte, sich jedoch bald ausschließlich
den Studien hingab, zu denen ihn sein innerster Beruf zog: philologischen und
ästhetischen, von denen er erstere in solcher Ausdehnung trieb, dass er später
von sich selbst sagen durfte: "Mir lebt jede Sprache, die Menschen
schreiben". Nach einer kurzen Verfolgung der Dozentenlaufbahn in Jena (seit
1811) und nach einem darauf in Hanau unternommenen, aber gleichfalls bald
abgegebenen Anlauf, als Gymnasiallehrer zu wirken, zog sich Rückert für
eine Weile ganz von amtlicher Thätigkeit zurück, ließ sich als Privatgelehrter
zu Würzburg nieder und lebte in den nächsten Jahren teils hier, teils in
Hildburghausen, teils wieder im Elternhaus.
Populär wurde Rückert zunächst mit seinen "Geharnischten Sonetten", die er
unter dem Pseudonym Freimund Reimar gegen die
napoleonischeische Besatzung schrieb, die aber erst nach
Beendigung der sog. Befreiungskriege veröffentlicht wurden.
1815 ging Rückert auf Anregung des Ministers v. Wangenheim nach Stuttgart, wo
er die Redaktion des poetischen Teils des Cottaschen" Morgenblatts" übernahm,
den "Kranz der Zeit" (Stuttg. 1817) und "Napoleon, eine politische Komödie in
zwei Stücken" (das. 1816-1818) erscheinen ließ und sich mit dem Plan einer
Reihe von Hohenstaufenepopöen trug, den er später jedoch fallen ließ.
Im Herbst 1817 reiste der Dichter nach Italien, wo er den größten Teil seiner
Reisezeit in fruchtbarem Verkehr mit den deutschen Künstlern zu Rom verbrachte,
und kehrte 1819 über Wien in die Heimat zurück. Seit dem Italien-Aufenthalt
Rückert mit dem Zeichner und Kupferstecher Carl Barth befreundet.
Von 1820 bis 1826 lebte Rückert als Privatgelehrter in Coburg. In dieser
Zeit beschäftigte er sich u.a. mit Teilübersetzungen des Koran. Er
heiratete Luise Wiethaus-Fischer
Rückert folgte 1826 einem Ruf als Professor der orientalischen Sprachen und
Literaturen nach Erlangen (später lehrte in Berlin).
Erschütternd sind die Kindertodtenlieder (herausgegeben von
Hans Wollschläger), in denen er den frühen Tod (1833/34) seiner beiden
Lieblingskinder beklagt.
Bildnisse von Friedrich Rückert haben u.a. Carl Barth, Bertha Froriep und Carl August Hohnbaum d.J angefertigt.
Die Kindertodtenlieder wurden von Gustav Mahler vertont.
Es existieren mehrere öffentliche Denkmäler des Dichters an den Orten seiner Lebensstationen, z.B. in Erlangen und Schweinfurt.
Im 19. Jahrhundert sind mehrere Auswahlausgaben erschienen, die als Leseausgaben noch immer eine gewisse Bedeutung haben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind einige seiner Übersetzungen aus dem Nachlass erschienen.
Seit 1998 erscheint die Historisch-kritische Ausgabe in Einzelbänden.
Leben
Bildnisse
Nachleben
[Dieser Artikel basiert teilweise auf dem Artikel aus Meyers Konversationslexikon von 1888.]
Ausgaben
Werkausgben
Einzelausgaben
Literatur
Literatur zu den Bildnissen
Weblinks