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| Table of contents |
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2 Der Moraltheologe 3 Der Lyriker 4 Der geistliche Schriftsteller 5 Werke 6 Literatur 7 Weblinks |
Am 25. Februar 1591 in Kaiserswerth bei Düsseldorf geboren, trat Friedrich Spee 1610 gegen den Willen seiner Eltern in den Jesuitenorden ein. Er starb aufgrund einer Ansteckung am 7. August 1635 bei der Betreuung und Pflege von verwundeten und pestkranken Soldaten in Trier im Alter von 44 Jahren.
Friedrich Spee hat sich größte Verdienste in der Bekämpfung der Hexenprozesse erworben. In einer Zeit, in der die Hexenverfolgung ihre grausamsten Triumphe feierte, wagte er es, in seinen Vorlesungen und in der Streitschrift "Cautio criminalis, seu de processibus contra Sags Liber" öffentlich gegen die Praxis der Hexenprozesse Stellung zu nehmen. Als Beichtvater vieler Opfer des Hexenwahns wusste er um ihre Unschuld und kannte die Grausamkeiten der Prozesse, denen er ein Ende setzen wollte. Die "Cautio criminalis" verbindet scharfsinnige Argumentation mit geschickter Rhethorik, wurde in verschiedene Sprachen übersetzt und hatte großen Erfolg: Nicht nur, dass sich andere im Kampf gegen die Hexenprozesse ihrer bedienten, einige Fürsten Deutschlands haben unter ihrem direkten Einfluss in ihrem Herrschaftsgebiet den Hexenprozessen ein Ende gesetzt.
Unter anderem beschäftigt sich Spee in der "Cautio criminalis" mit der Folter und verlangt ihre Abschaffung:
Spees lyrisches Hauptwerk ist die sorgfältig zusammengestellte Sammlung von geistlichen Gesängen "Trutznachtigall oder geistlich-poetisch Lustwäldlein". In ihr zeigt sich Spee als sehr eigenständiger und origineller barocker Dichter, dem es nach eigenem Bekunden um nichts anderes geht,
Neben der Trutznachtigall hat Friedrich Spee auch eine große Zahl von Kirchenliedern verfasst, die allerdings alle anonym erschienen sind. Einige dieser Lieder erfreuen sich bis heute großer Beliebtheit und finden sich in den modernen Gesangsbüchern der beiden großen Konfessionen. Zu den bekanntesten Liedern Spees zählen etwa das Adventslied "O Heiland, reiß die Himmel auf"[1] und das Weihnachtslied "Zu Bethlehem geboren"[1].
Auf Drängen der Leiterin einer Frauengemeinschaft hat Friedrich Spee ein Jahr lang wöchentlich ein Blatt mit Hilfen für das Gebet und die geistliche Besinnung verfasst. Diese Texte wurden dann von Spee als "Güldenes Tugend-Buch" zusammengestellt. Dabei handelt es sich nicht einfach um fromme Texte, sondern um Anleitungen zum Üben:
Größtes Lob fand das Güldene Tugend-Buch bei Gottfried Wilhelm von Leibniz, der auch die Vorrede ins Französische übersetzt hat:
Leben
Der Moraltheologe
Der Lyriker
Spee gilt als der bedeutendste katholische Dichter des deutschen Barock. Barocker Überschwang und die dem modernen Leser fremde Tradition der Schäferlyrik und des Schäferspiels können den Zugang jedoch erschweren.Der geistliche Schriftsteller
Eingeübt werden sollen die drei göttlichen Tugenden des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, wobei Spee größtes Gewicht auf die letzte dieser drei Tugenden, die Liebe legt.Werke
Literatur
Weblinks