Fruchtgarten

Der "Fruchtgarten" Amerikass befindet sich im Westen von Kalifornien und wird durch die Küstenkette und die Sierra Nevada (USA) begrenzt. Das heißt, dass er fast ausschließlich vom Gebirge umgeben ist. Daher ist natürliche Bedingung Trockenheit, da es sich am Gebirge abregnet.

Im Norden gibt es mehr Regen (mäßiger Niederschlag), als im Süden (Niederschlagsarm). Dafür sind im Süden mehr Grundwasserreserven vorhanden. Die Vegetation ist Halbwüste bis Wüste und die Temperaturen betragen das ganze Jahr über 8-25 Grad Celsius, was einen ganzjährigen Anbau ermöglicht. Von hier aus wird die ganze USA beliefert und es werden auch Waren in andere Länder exportiert. Die Anbauprodukte sind in den USA besonders beliebt, weil sie sehr selten sind. Das können Datteln, Mandeln, seltenes Obst und Gemüse oder Wein sein.

Zum Schutz der heiß begehrten Produkte hat man sich besondere Methoden ausgedacht. Da gibt es z.B. Öfen, die im Winter aufgestellt werden und die kalte Luft aufwirbeln sollen, da es hier oft kalte Fallwinde gibt und die Produkte sonst erfrieren würden. Oder das Obst und Gemüse wird mit Wasser eingespritzt. Bei der Kälte bildet sich eine Eisschicht, die die Frucht schützt und sie wärmt. Also kann man sagen, dass es wie ein Iglu funktioniert.

Ein großes Problem ist jedoch die Bewässerung. Da es hier Höhenunterschiede von bis zu 600m gibt, muss das Wasser von Süd nach Nord bergauf gepumpt werden. Dazu haben die Bauern bis jetzt 174 elektrische Pumpen installiert, die jedoch sehr viel Energie verbrauchen und durch die hohen Wartungs- und Anschaffungskosten sehr teuer sind.

Weiterhin gibt es auch Kanäle, bei denen jedoch eine großen Verdunstungsgefahr besteht, da sie ungeschützt über das Gelände laufen und die Sonne freien Zugang hat. Abhilfe schaffen unterirdische Wassertunnel, die meist in den Bergen sind und von dort das Wasser mitnehmen.

Die vierte Möglichkeit sind Staudämme. Sie fangen jedes Jahr das Wasser der Schneeschmelze auf und hier wird es auch gespeichert. Dieses Wasser wird wiederum zur Energiegewinnung genutzt, welche dann die Pumpen antreiben kann. Doch zur Bewässerung wird nur Grundwasser genutzt. Das sind jährlich mehrere Millionen Liter. Ein Bauer braucht pro Jahr 18.000 acre food. 1 acre food sind 1233 Quadratmeter. Das macht pro Jahr 22.194.000 Quadratmeter. Und das nur für einen Bauern und ein Jahr. Ein acre food kostet 7,50 US-$, das macht 135.000 US-$ im Jahr. Doch da die Bauern hier mehrere Ernten im Jahr haben, holen sie das verlorene Geld ganz schnell wieder rein.

Abschließend kann man sagen, dass der "Fruchtgarten" einer der größten Energie- und Grundwasserverbraucher der USA ist, so exklusiv er auch erscheinen mag. Und das ist ein weiteres Problem.



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