Fumarole

Fumarolen sind Öffnungen in der Umgebung von Vulkanen, aus denen vulkanische Gase austreten. Sie entstehen, wenn sich in der Tiefe nur wenig Wasser befindet, durch den fehlenden Druck wird das Wasser vor seinem Austritt vollständig in Gas umgewandelt. Fumarolen werden durch die Temperatur und Art der Gase die aus ihnen austreten, klassifiziert. Die Temperaturen der Gase können zwischen 1.000 °C bis unter 100°C betragen. Die meisten Fumarolen scheiden zwar reinen Wasserdampf aus, aus anderen Fumarolen treten aber auch Schwefelverbindungen wie Schwefelwasserstoff an die Oberfläche. Solche Fumarolen sind unverkennbar, da sie sich durch auskristallisierte Schwefelnadeln an den Rändern charakteristisch schwefelgelb färben.

Manche Fumarolen sind auch überreich an Kohlendioxid. Wenn sie innerhalb von Bodensenken liegen, kann sich dort das Gas ansammeln da es schwerer ist als Luft, und so für Tiere und Menschen zu einer tödlichen Falle durch Ersticken werden.

Durch eventuelle Veränderungen können Fumarolen vulkanische Aktivität anzeigen. Wenn ihre Temperatur zunimmt oder sich die Zusammensetzung des austretenden Gases drastisch ändert, kann dies durchaus ein Indiz für einen neuen Vulkanausbruch sein. So stiegen die Temperaturen der Fumarolen auf der Insel Vulcano, die seit über 100 Jahren ruhig ist, zwischen 1986 und 1993 von 300°C auf über 700°C an, was große Besorgnis auslöste. Erst nachdem die Temperaturen wieder sanken, konnte Entwarnung gegeben werden.



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