Funktionalismus

Sozialwissenschaften

Der Ausdruck Funktionalismus bezeichet in der Soziologie und Ethnologie Theorieansätze, die soziale Phänomene auf ihre Funktion in/für die betreffende Gesellschaft oder Gruppe hin zu erklären versuchen. In der soziologischen Systemtheorie bedeutet dies, dass Systemen eine Funktion (bezüglich ihrer Umwelt oder anderer Systeme oder Supersysteme) unterstellt wird, und Prozesse und Strukturen darin in Hinblick auf diese Funktion analysiert werden.

Bedeutsam geworden sind solche funktionalistische Theorien, die ihr Augenmerk mehr auf die statischen Strukturen der Gesellschaft als auf die dynamischen Prozesse richten. Man spricht hier vom Strukturfunktionalismus.

Die bedeutendsten Vertreter des sozialwissenschaftlichen Funktionalismus sind Bronislaw Malinowski und Alfred Radcliffe-Brown.

Architektur und Design

In Architektur und Design versteht man unter Funktionalismus das Zurücktreten ästhetischerer Gestaltungsprinzipien hinter den Verwendungszweck des Gebäudes oder Geräts ("die Funktion bestimmt die Form"): zeitgemäße Schönheit ergebe sich aus der Funktionalität. Der Funktionalismus kam nach dem Ersten Weltkrieg auf und wurde erst von der so genannten Postmoderne im späten 20. Jahrhundert abgelöst.



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