simple:Galaxy
Als Galaxie (Im Gegensatz zur Galaxis = Milchstraße) wird in der Astronomie eine große Ansammlung von Materie wie Sternen und Sternsystemen, Nebeln, Staubwolken und sonstigen Objekten genannt.
Die verschiedenen Galaxien sind durch große, weitgehend leere Zwischenräume voneinander getrennt.
Man schätzt, dass eine durchschnittliche Galaxie größenordnungsmäßig 1011 (100 Milliarden) Sonnen enthält.
Unsere eigene Galaxis wird auch Milchstraße genannt, da man am Himmel die dichtgedrängten Sterne der galaktischen Scheibe wie eine Spur aus verschütteter Milch sehen kann.
Auch das Wort Galaxis leitet sich von dem griechischen Wort gala, galaktos (Milch) ab.
Galaxien werden nach ihrer Form in verschiedene Haupt- und Untergruppen eingeteilt:
- Elliptische Galaxien werden nach ihrer numerischen Exzentrizität in die Klassen E0 (kreisförmig) bis E7 (stark abgeplattet) eingeteilt Die Zahl hinter dem E gibt die erste Nachkommastelle der Exzentrizität an, d.h. eine Galaxie der Klasse E7 hat die Exzentrizität 0,7.
- lentikuläre (linsenförmige) Galaxien gehören der Klasse S0 an. Sie haben einen Kern, der dem der Spiralgalaxien entspricht, aber keine Spiralarme.
- Spiralgalaxien haben einen Kern und davon ausgehende Spiralarme. Sie werden weiter in die Klassen Sa, Sb und Sc unterteilt. Galaxien vom Typ Sa haben einen sehr ausgeprägten, die vom Typ Sc einen relativ schwachen galaktischen Kern und haben fast die Gestalt eines in sich verschlungenen "S".
- Balkenspiralgalaxien haben vom Zentrum ausgehend einen langen Balken, an den sich dann die Spiralarme anschließen. Ebenso wie die Spiralgalaxien werden sie je nach der Ausprägung ihres Kerns in die Klassen SBa, SBb und SBc unterteilt.
- irreguläre (unregelmäßige) Galaxien
- wechselwirkende Galaxien sind Begegnungen zwischen zwei oder mehreren Galaxien. Da man je nach Stadium der Wechselwirkung unterschiedliche Kerne und auch Gezeitenarme beobachten kann, passen diese Systeme nicht in das obige Klassifikationsschema.
- Radiogalaxien strahlen sehr viel Synchrotronstrahlung im Bereich der Radiowellen ab und werden daher auch mit Hilfe der Radioastronomie untersucht.
- Seyfertgalaxien haben einen sehr hellen, sternförmigen Kern und ein starkes Emissionslinienspektrum.
- Quasare sind die Objekte mit der größten absoluten Helligkeit, die beobachtet wurde. Sie haben einen kompakten, sternförmigen Kern und als beobachtbare Struktur zwei davon ausgehende Materieströme, so genannte Jets.
- Zwerggalaxien sind Galaxien geringerer Helligkeit. Anders als bei den Riesengalaxien gibt es vor allem elliptische (dE), spheroidale (dSph) und irreguläre (dIrr) Zwerggalaxien.
Die Entstehung und Entwicklung von Galaxien ist Teilgebiet der Kosmologie.
Die Kosmologie geht davon aus, dass nach dem Urknall das abkühlende Gas sich unter dem Einfluss der Gravitation zu individuellen Gaswolken, den Vorläufern der Galaxien, verdichtete. Aus diesen Gaswolken seien dann Sterne kondensiert, und die Gaswolken hätten sich durch Rotation zu Spiralgalaxien abgeflacht.
Elliptische Galaxien entstehen nach diesem Modell erst in einem zweiten Stadium durch die Kollision von Spiralgalaxien.
Unregelmäßige Galaxien sind im Allgemeinen relativ klein.
Ihre Entstehung aus kleineren Gaswolken verhindert die Entstehung einer Spiralstruktur. Außerdem werden sie leichter als große Galaxien durch die gravitationelle Wechselwirkung mit benachbarten Galaxien umgeformt.
Auch wenn es bei Spiralgalaxien so aussieht, als würde die Galaxie nur innerhalb der Spiralarme existieren, so befinden sich auch in weniger leuchtstarken Teilen der Galaxien-Scheibe verhältnismäßig viele Sterne.
Lediglich die Kondensationsrate von Gaswolken zu Sternen ist in verschiedenen Gegenden einer Spiralgalaxie unterschiedlich.
Es wird vermutet, dass die Existenz und Rotation der Spiralarme auf durch Gravitation übertragenem, extrem niederfrequentem Schall beruht.
Die Entwicklung von Galaxien ist ein aktuelles Forschungsgebiet, und noch nicht abgeschlossen.
Siehe auch: Astronomische Objekte - Halo
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