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Nach der Anzahl der übereinanderliegenden Reihen von Riemen unterscheidet man
Die Karthager entwickelten die Galeeren zu einer ersten Perfektion und sicherten damit ihre Herrschaft im westlichen Mittelmeer. Sie besaßen bereits Quinqueremen, die aufgrund ihrer Kampfkraft von den Römern besonders gefürchtet waren. Während des ersten punischen Krieges strandete jedoch eine Flotte karthagischer Kriegsschiffe wegen eines Sturmes in Italien. Die Römer nahmen die Gelegenheit wahr und kopierten die Bauweise. So konnten sie am 10. März 241 v. Chr die entscheidende Seeschlacht gewinnen. Zusätzlich erfanden sie den Corvus, eine Enterbrücke, die im Kampf auf das gegnerische Schiff herabgelassen wurde. Damit veränderten sie die Seekriegsführung: Es kam nun nicht mehr allein auf den Rammstoß an. Vielmehr hatten die Römer schwer bewaffnete Fußsoldaten auf ihren Schiffen stationiert und konnten so die gegnerischen Galeeren ohne Versenkung entern.
Im Mittelalter wurden die Galeeren breiter, sie blieben weitgehend auf das Mittelmeer beschränkt. Im byzantinischen Reich wurde als Bewaffnung der Galeeren auch das griechische Feuer eingesetzt. Die letzte große Seeschlacht mit Galeeren war die Schlacht vor Lepanto am 7. Oktober 1571, bei der Don Juan d'Austria die türkische Flotte unter Sultan Selim II. schlug. An dieser Seeschlacht nahmen bereits Galeassen teil, die mit höherem Bord, drei Segelmasten und stärkerer Feuerkraft den nur spärlich mit Kanonen besetzten Galeeren überlegen waren.\n