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So umläuft der Mond die Erde in gebundener Rotation. Deswegen zeigt er uns immer die gleiche Seite. Auch die meisten anderen Monde im Sonnensystem sind in gebundener Rotation.
Gebundene Rotation entsteht durch Gezeitenkräfte, die die Eigenrotation kleinerer Himmelskörper im Schwerefeld größerer abbremsen. Ähnlich wie sich im Wasser der Erde sichtbare Flutberge zeigen, würde sich auch bei einer Eigenrotation des Mondes relativ zur Achse Erde-Mond die Gesteinsoberfläche des Mondes geringfügig heben und senken. Dies erzeugte Reibung, deren Energie für die Rotation verloren wäre. So käme es nach Jahrmillionen zu einem Stillstand der Eigenrotation, wie wir sie am Mond beobachten können. Andererseits bremst auch der Mond nach wie vor die Erdrotation ab, so dass die Tage allmählich, wenn auch sehr langsam immer länger werden.
Siehe auch: Libration