Generalplan Ost

Der Generalplan Ost (abgekürzt GPO) war das im Laufe der Jahre 1941 und 1942 vom Reichssicherheitshauptamt (RSHA) der SS ausgearbeitete Vorhaben, nach der Vernichtung der europäischen Juden weitere von den Nazis als "minderwertig" bezeichnete Rassen (vor allem slawische Völker) langsam, aber kostengünstig durch Verbannung nach Sibirien auszurotten. Voraussetzung dafür war natürlich der Sieg gegen die Sowjetunion während des Unternehmens "Barbarossa 1941/42.

Nach den Niederlagen vor Moskau (Winter 1941/42) und Stalingrad (1942/43) rückte der Plan in seiner ursprünglichen Auslegung freilich in weite Ferne. Allerdings begann 1942 die Deportation der polnischen Landbevölkerung aus dem so genannten Warthegau im Westen Polens in das weiter östlich gelegene Generalgouvernement (GG) und ein Jahr später aus Teilen des GG in Konzentrations- und Vernichtungslager. Ihre Häuser und Bauernhöfe wurden von deutschen Siedlern übernommen.

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