Generationenraumschiff

Ein Generationenraumschiff ist ein interstellares Raumschiff, das so groß ist, dass eine Gruppe von Menschen über Generationen hinweg darauf leben und sich fortpflanzen kann. Die Idee der Generationenraumschiffe entstand aus der Problematik, dass ein Raumschiff selbst die nächstgelegenen Sternsysteme mit den gegenwärtigen technischen Gegebenheiten erst nach Jahrhunderten oder Jahrtausenden erreichen kann. Um hypothetische, besiedlungsreife, ferne Planeten zu bevölkern, bedarf es einer gut ausgebildeten gemischten Siedlergruppe. Um eine genetische Verarmung (Inzucht) zu vermeiden, sind etwa 1000 Personen notwendig.

Es gibt viele Probleme, wenn man an die Umsetzung von Generationenraumschiffen denkt. So müssen künstliche Schwerkraft, Energieversorgung, Treibstoff und Nahrungsmittel über mehrere Jahrhunderte regenerativ beschafft werden können. Das gesamte System muss zudem über einen langen Zeitraum funktionsfähig bleiben, oder alternativ von der Besatzung in regelmäßigen Abständen instandgehalten werden.

Weitere Probleme liegen bei den Menschen. Niemand kann voraussehen, wie sich eine solche Zivilisation sozial entwickelt und inwieweit es zu Störungen kommt. Auch die Frage der Motivation zu einer solchen Reise ist zu hinterfragen. Sollte die Erde unbewohnbar werden, läge der Mars als Fluchtpunkt einiger weniger Auserwählter näher. Eine Reise mit einem Generationenraumschiff ist somit eher als Freiwilligenprojekt von Idealisten denkbar.

Literatur

Das Generationenraumschiff ist ein beliebtes Thema der Science-Fiction. In der seit 1961 erscheinenden Science Fiction-Serie Perry Rhodan wird das Generationenraumschiff SOL beschrieben.

Manchmal wird das Konzept durchgespielt, in dem die Besatzung des Generationsraumschiffes vergessen hat, dass die Besiedlung eines Planeten das Ziel der Reise ist, und das Raumschiff selbst für die Welt hält.





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