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Folgende Genmutationstypen kann man unterscheiden:
| Table of contents |
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2 2. Deletion 3 3. Insertion bzw Addition 4 4. Genduplikationen |
Bei der Substitution findet ein Austausch einer einzelnen Base statt.
Man unterscheidet 2 Typen der Substitution:
1. Substitution
Es kann sich dabei entweder um eine "missense"-Mutation (sinnverändernde Mutation), also den Austausch einer AS handeln, oder um eine "nonsense"-Mutation (sinnentstellende Mutation), bei der ein Stop-Codon entsteht. Außerdem können "nonsense"-Mutationen in Introns Fehler beim Spleißen bewirken.
Klinische Beispiele: 1. Bei der Sichelzellanämie liegt eine "missense-"Transversion vor (Austausch von Adenin gegen Thymin, wodurch in Position 6 der ß-Kette Glutaminsäure gegen Valin ersetzt wird) 2. Bei der Neurofibromatose liegt eine "nonsense"-Mutation vor, die zu einem Stop-Codon führt. 3. Beim Tay-Sachs-Syndrom führt ein Basenaustausch zu Beginn des Introns zu einer "nonsense"-Mutation, die zu fehlerhaften Spleißen führt.
Unter Deletion versteht man den Verlust eines oder mehrerer Basenpaare. Eine Deletion führt zur Verschiebung des Leserasters (frame shift).
Man kann 2 Typen der Deletion unterscheiden:
Hierunter versteht man den Einbau von Sequenzen in die DNA. Auch dies führt zu einer Leserasterverschiebung, soweit nicht Triplett-Kodons eingebaut werden.
Klinisches Beispiel:
Tay-Sachs-Syndrom: Insertion von vier Basenpaaren. Es kommt zu einer Leserasterverschiebung
Genduplikationen, partiell oder vollständig, entstehen z.B. durch ungleiches crossing-over entweder zwischen homologen Chromosomen oder zwischen Schwesterchromatiden.
Klinische Beispiele:
Im Hämoglobin-Genkomplex sind die Sequenzen für die beta- und die delta-Kette sehr ähnlich. Dadurch kann in diesem Bereich leicht ein crossing-over stattfinden, dessen Folge entweder eine Deletion (Lepore-Hämoglobin) oder eine Duplikation (Anti-Lepore-Hämoglobin) ist.
2. Deletion
Klinisches Beispiel:
Bei der schwerverlaufenden Muskeldystrophie vom Typ Duchenne liegt eine "out of frame"-Deletion im "Dystrophin"-Gen vor. Liegt stattdessen eine "in frame"-Deletion vor, kommt es zur leichter verlaufenden Muskeldystrophie vom Typ Becker. 3. Insertion bzw Addition
4. Genduplikationen