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Elser wurde als Sohn eines Holzhändlers und Landwirts geboren. Er absolvierte erfolgreich eine Ausbildung zum Schreiner, arbeitete aber ab 1936 als Hilfsarbeiter in einer Armaturenfabrik. Durch seinen Arbeitsplatz erlangte er Kenntnis von der massiven Aufrüstungsanstrengungen der Nazis.
Johann Georg Elser verübte am 8. November 1939 ein Attentat auf Adolf Hitler im Münchner Bürgerbräukeller. Das Attentat misslang, da Hitler den Versammlungssaal wenige Minuten vor der Explosion des selbstgebauten Sprengsatzes verließ. Elser wurde kurz darauf bei dem Versuch in die Schweiz zu fliehen noch auf deutscher Seite verhaftet und von der Gestapo verhört. Er wurde im KZ Sachsenhausen und im KZ Dachau gefangengehalten und am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, erschossen. Elser gilt als Einzeltäter mit politisch-moralischen Motiven.
Die Geschichte des Georg Elser wurde 1989 unter dem Titel "Georg Elser - Einer aus Deutschland" verfilmt. Regie führte Klaus Maria Brandauer, der auch die Titelrolle übernahm.
Im Gegensatz zu den Verschwörern des 20. Juli 1944, die größtenteils den alten Eliten Deutschlands angehörten und lange Zeit dem Nazi-System dienten, wird Georg Elser eher wenig Beachtung geschenkt. Dies gilt auch im Vergleich zu anderen bürgerlichen Widerstandskämpfern, zu denen Elser strenggenommen zu rechnen wäre. Aber auch vom linken Spektrum wurden Georg Elser und einige andere Widerstandskämpfer wie die Edelweißpiraten erst in der jüngeren Zeit anerkannt, weil eben kein Kollektiv, keine politische Organisation hinter ihnen stand.
Immerhin wurde in München ein Veranstaltungshallenkomplex nach Elser benannt, die Georg-Elser-Hallen.
Literatur
Weblinks