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Georg von Frundsberg wurde 1473 als Sohn eines Hauptmanns des Schwäbischen Bundes im von seiner Familie erst kurz zuvor erworbenen Schloss Mindelheim geboren. Er trat früh in Kriegsdienste. 1492 folgte er seinem Vater im Heer des Reichshauptmanns Markgraf Friedrich von Brandenburg, das die Acht an Albrecht IV. von Bayern vollziehen sollte. Da dieser aber rechtzeitig einlenkte (Frieden von Augsburg), kam es nicht zu Kämpfen. 1499 nahm Frundsberg am Reichskrieg gegen die Schweizer teil und hatte Gelegenheit erste Erfahrungen in der Kriegführung zu sammeln. Die Siege der Schweizer über die Kaiserlichen lehrten ihn den Wert eines schlagkräftigen Fußvolkes aus Pikenieren zu schätzen. Noch im gleichen Jahr befindet er sich bei dem Heer, das Maximilian I. dem Herzog von Mailand, Ludovico Sforza, gegen die Franzosen zu Hilfe schickt.
Frundsberg perfektionierte die Taktik des so genannten Geviert- oder Gewalthaufens, bei dem es sich um eine äußerst tiefgestaffelte Formation aus Pikenträgern handelte. Er verfasste mehrere Werke über Kriegstaktiken, wie zum Beispiel "Der treue Rat". Wegen seiner Erfolge im Landshuter Erbfolgekrieg wurde er im Jahre 1504 von Kaiser Maximilian I in den Ritterstand erhoben. Er war an mehreren für die Kaiserlichen siegreichen Schlachten beteiligt, unter anderem an der Schlacht bei Pavia 1525. Er versuchte vergeblich, die Plünderung Roms durch seine Truppen 1527 zu verhindern und kehrte wenig später nach Deutschland zurück, wo er im darauf folgenden Jahr einer schweren Krankheit erlag.