Germanisches Nationalmuseum

Das Germanische Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg (Kartäusergasse 1) beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen zur deutschen Kultur und Kunst von der Vor- und Frühgeschichte bis zur unmittelbaren Gegenwart.

Table of contents
1 Aufbau des Museums
2 Geschichte des Museums
3 Der Sammlungsbestand
4 Die Gebäude des Museums
5 Das Archiv
6 Die Bibliothek
7 Der Verlag des Germanischen Nationalmuseums
8 Öffentlichkeitsarbeit
9 Literatur
10 Weblinks

Aufbau des Museums

Angeschlossen sind ein Archiv, eine Bibliothek, eine Restaurierungsabteilung (Institut für Kunsttechnik und Konservierung) und ein Pädagogisches Zentrum. Als Zweigstellen betreut das Museum u.a. die Spielzeugsammlung in der ehem. Kinderbewahranstalt der Kirchengemeinde von St. Lorenz (Kartäusergasse 20), das Kaiserburg-Museum auf der Nürnberger Burg und das nördlich gelegene Schloss Neunhof, einen hervorragend erhaltenen Herrensitz, in dem die Jagdsammlung untergebracht ist. Das Museum ist heute eine Stiftung des öffentlichen Rechts; 1921 in der Neufassung der Satzung erstmals als "öffentlich-rechtliche Stiftung" genannt. Seit dem 2. Juli 1954 unterstützten Unternehmen und Einzelpersonen als "Fördererkreis" die Arbeit des Museums; dieser Kreis ist seit 1984 ein eingetragener Verein mit dem Namen Fördererkreis des Germanischen Nationalmuseums e. V und besteht aus ca. 300 Mitgliedern.

Als Forschungseinrichtung hat das GNM auch den Auftrag, die Sammlungsgegenstände und deren geschichtliches Umfeld zu erforschen und in Publikationen und Ausstellungen zu zeigen.

Das Museum unterhält den Verlag des Germanischen Nationalmuseums.

Geschichte des Museums

Gründung bis 1945


Das Germanische Nationalmuseum im Jahr 1884; Zeichnung von August Essenwein

Nach langjährigen Vorarbeiten begründete Freiherr Hans von und zu Aufseß im Jahre 1852 das Museum als "Generalrepertorium"; Aufseß wollte also in erste Linie ein umfassendes über den eigenen Bestand hinausgehendes Verzeichnis erstellen, und er hielt das Sammeln von Originalobjekten für nachgeordnet. Diese Gründung genehmigte der bayerische König nur wenig später als Stiftung. Bereits 1853 wurde die Literarisch-artistische Anstalt des germanischen Museums, der Vorläufer des heutigen hauseigenen Verlages, etabliert.

Am 20. April 1857 überließen die Stadt Nürnberg und das Königreich Bayern das ehemalige Kartäuserkloster als Standort. 1862 trat Aufseß freiwillig von der Leitung des Museums zurück. Die Leitung übernahm nun Andreas Ludwig Michelsen, der die Sammlung schriftlicher Quellen in den Vordergrund rückte. 1866 wurde der Bauhistoriker und Architekt August Ottmar Essenwein Museumsleiter, der besonderen Wert auf die Anschaffung neuer Objekte und auf eine Neuordnung und Dokumentation der Sammlung legte - der Schritt hin zu einem kulturhistorischen Museum war getan. Essenwein gab 1891 die Leitung auf und Nachfolger wurde Gustav von Bezold (1894-1920); in dieser Zeit wurde das Museum räumlich zunächst bis zum 50-jährigen Jubiläum 1902 und dann ab 1908/1913 bis 1920 durch den sog. Galleriebau von German Berstelmeyer stark erweitert.

Ernst Heinrich Zimmermann (1920-1936) betrieb den systematischen Ausbau der Gemäldesammlung (Barockgalerie) und der Skulpturenabteilung, dabei finanzierte er Neuerwerbungen oft durch Verkäufe aus dem eigenen Bestand.

1945 bis heute

Unter dem neuen Direktor Ernst Günter Troche (1945-51) begann mit bescheidenen Mitteln die Sicherung der Gebäude und Rückführung der Sammlungsobjekte.

Ludwig Grote (1951-1962) wurde 1951 als Erster Direktor berufen. Er bewerkstelligte durch Aufnahme des Geistes und der Werke des Bauhauses den Anschluss an das international bedeutsame Kunst- und Kulturschaffen; er richte aber auch sog. »Heimatgedenkstätten« für die Vertriebenen des 2. Weltkriegs ein. Dabei wurde der Wiederaufbau der Gebäude nach Plänen des Architekten Sep Ruf durchgeführt. Erich Steingräber übernahm 1962 die Leitung; 1964 wurde die Sammlungsgrenze vom Verwaltungsrat bis in den Expressionismus verschoben. Jüngere zeitgenössische Werke wurden zur Ausstattung von Empfangs-, Sitzungs- und Büroräumen verwendet. In den 50er und 60er Jahren schied man die meisten Abgüsse, so sie überhaupt den Krieg überstanden hatten, aus der Sammlung aus.

Im Dezember 1980 trat Gerhard Bott das Amt des Generaldirektors an (bis 1993). Für das Bekenntnis zur Internationalität steht das Bestreben, einen universellen Kontext herzustellen. So erhielt Dani Karavan beispielweise den Auftrag, als Außenskulptur die »Straße der Menschenrechte« (»Way of Human Rights«) zu realisieren; dieses Werk ist somit dem Komplex Kunst am Bau zuzuordnen.

Der Generaldirektor ist seit 1994 G. Ulrich Großmann.

Im Jahr 1999 wurde das 1910 erbaute Haus der ehem. Kinderbewahranstalt der Kirchengemeinde von St. Lorenz erworben (das Gebäude ist gegenüber dem Südwestbau gelegen); seit dem 17. Mai 2002 ist dort die Spielzeugsammlung ausgestellt.

Der Sammlungsbestand

In der Sammlung sind Kunstwerke höchsten Ranges (Codex Aureus aus Echternach, mittelalterliche Goldschmiedearbeiten, Gemälde von Albrecht Dürer, Skulpturen von Ferdinand Dietz) sowie Volkskunst und Kunstgewerbe, wissenschaftliche Instrumente (Fernrohre, Zeitmesser und Globen), Musikinstrumente, Möbel, Nürnberger Puppenhäuser, Spielzeug, eine Abgusssammlung, Architekturteile und vieles mehr aufbewahrt und großzügig präsentiert. Teile des Praunschen Kabinetts werden ausgestellt und mit dem Bayerischen Gewerbemuseum wird sogar der Bestand eines kompletten Museums gezeigt.

Insgesamt beherbert das Museum über 1,2 Millionen Einzelstücke (Stand 2003). Zahlreiche Stücke sind dem Museum leihweise zu Ausstellungszwecken überlassen worden; wichtige Leihgeber sind z.B. die Stadt Nürnberg und die Bundesrepublik Deutschland.

Teile der 17 Fachabteilungen (Stand 2003) sind in thematisch erarbeiteten Schausammlungen für das Publikum zugänglich. Seit 2002 wurden die folgenden Zusammenstellungen neu eröffnet:

Im Gange sind momentan (2004) folgende Neueinrichtungen:

Gemälde bis 1800

Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts gelang es, die Sammlung der Gemälde zu einer bedeutsamen Abteilung des Museums werden zu lassen.

Skulpturen bis 1800

Auch für die Skulpturensammlung schuf Aufseß den Grundstock; Gipsabgüsse integrierte er gleichrangig in die Sammlung. Zahlenmäßig überwogen die Abgüsse sie Originale schnell bei weitem. 1875 erhielt das Museum bedeutende Stücke als Dauerleihgabe aus den historischen Sammlungen der Stadt Nürnberg. Vom Ausbau der Abgußsammlung nahm man erst unter Bezold (1894-1920) Abschied; zudem entwickelte er ein Konzept, dass zwischen "hoher" und "angewandter" Kunst unterschied - dieses Konzept blieb jedoch nicht unwidersprochen. Nach dem Ersten Weltkrieg konnten der Sammlung systematisch Stück des Barock und des Rokoko hinzugefügt werden.

Das Münzkabinett

Mit der Mueseumsgründung 1852 wurde auch eine Münz- und Medaillensammlung begonnen; in der Frühzeit wurden, wie auch bei anderen Abteilungen, Abgüsse anstelle der Originale in die Sammlung aufgenommen. Zahlreiche Stücke aus mittelalterlichen Fundkomplexen konnten erworben werden.

Als Leihgabe gehörte auch die Münzsammlung der Stadt Nürnberg (ca. 7000 Stück) zum derzeitigen Bestand.

Vor- und Frühgeschichte

Die bekanntesten Stücke dieser Abteilung sind der Goldkegel und die Adlerfibel (um 600). (Hinweis: Diese Abteilung ist vom 2. November 2002 bis Herbst 2004 wegen Umbaus geschlossen.)

Kunsthandwerk

Kunsthandwerk des Mittelalters

Erst unter Essenwein (1866ff.) konnte das Sammlungsgebiet der mittelalterlichen Schatzkunst, die auf den kirchlichen Kultus bezogenen Gerätschaften, eine gewisse Bedeutung erlangen; allerdings bestand der Zuwachs zunächst hauptsächlich in Gipsabgüssen. Erst der Ankauf der Sammlung des Bremer Arztes Dr. Hermann Freiherr von Eelking (1818-1884) konnte 1880 den Wert dieser Abteilung deutlich steigern. Danach konnten nur noch, allerdings zum Teil höchte bedeutende, Einzelstücke wie z.B. 1894 eines der wenigen karolingischen Vortragekreuze (das sog. Ardennenkreuz, wohl um 830) oder 1955 ein Echternacher Prachtevangeliar (den Codex Aureus, aus ottonischer Zeit). Zu dieser Abteilung gehört auch der Heiltumsschrein, der ehemals die Reichskleinodien barg.

Kunsthandwerk der Neuzeit

Die Stücke des neuzeitlichen Kunsthandwerks (16. bis 18. Jahrhundert) gehören vornehmlich dem profanen Bereich an; viele Gegenstände sind bereits seit dem 19. Jahrhundert Bestandteil des Museums: italienische Majoliken der Renaissance bzw. Fayennce und Porzellan.

Das Schlüsselfelder Schiff, eine große Goldschmiedearbeit von 1503 kam 1875 zur Sammlung.

Spielzeug

Die Spielzeug-Sammlung ist seit 2002 in dem separaten Haus Kartäusergasse 20 aufgestellt. Zuvor war diese Abteilung seit 1968 in drei Räumen über dem Refektorium am Kleinen Kreuzgang untergegracht gewesen. Neben Kinderspielzeug sind auch historische Spiele für Erwachsene Gegenstand dieser Sammlung. Die 4 großen Nürnberger Puppenhäuser aus dem 17. Jahrhundert bilden das Zentrum dieser Abteilung.

Historische Musikinstrumente

Der Bestand an historischen Musikinstrumenten ist bedeutend (ca. 2.500 Stücke). Einzelsammlungen:

Auf und in den Deckeln älterer Tasteninstrumente reizvolle Darstellungen musikalischer Gesellschaftsereignisse.

Wissenschaftliche Instrumente

Aus unterschiedlichen Quellen zusammengekommen, unter anderem gehört zu dieser Sammlung der Nachlaß des Mathematikers und Astrononen Regiomontanus (Leihgabe der Stadt?), findet man hier Fernrohre, Zeitmesser sowie Erd- und Himmelsgloben.

Volkskunde

Diese Abteilung umfasst u.a. Trachten und Möbel zur ländlichen Wohnkultur sowie Alltagsgegenstände des 19. und 20. Jahrhunderts (z.B. industriell hergestellter Wandschmuck).

Historische Bauteile (Architektur)

Zu diesem Gebiet gehören so unterschiedliche Dinge wie bauplastische Fragmente (Kapitelle, Konsolen, Gewände), Brunnen, Treppen, Öfen oder Tapeten, aber auch nur einfache Backsteine. Andererseits müssen auch Großobjekte wie Kapellen in Teilen oder Stuben und Zimmer genannt werden. Auch Pläne zur Architektur sind hier anzuschließen.

Hervorzuheben sind das Chörlein des Sebalder Pfarrhofs in Nürnberg, um 1370, seit 1902 im Museum und am originalen Standort durch eine Kopie ersetzt, und der Schöne Brunnen, 1385-1392, ebenso am originalen Standort 1902 bzw. nach 1945 durch eine rekonstruierende Kopie ersetzt.

Die Gebäude des Museums

Baugeschichte

Das spätmittelalterliche Kartäuserkloster bildet den Kern der Anlage. Die nächste erhaltene Zeitschicht bilden die im 1. Viertel des 20. Jahrhunderts hinzugebauten speziellen Museumsgebäude. Nach dem 2. Weltkrieg schuf Sep Ruf Zusatzbauten; dabei wurde historische Substanz zu erheblichen Teilen vernichtet und nur einige Bauten wurden restaurierend wiederaufgebaut.

Der großzügige Erweiterungsbau entstammt der jüngsten Zeit (1983/1988-1996), dieser sog. Kartäuserbau mit dem Museumsforum verursachte Kosten von 140 Mio. DM.

Baubeschreibung

Von der »Straße der Menschenrechte«, die zwischen den durch Glasflächen gekennzeichneten Erweiterungsbauten hindurchführt, betritt der heutige Besucher die zunächst verwirrenden Gebäudeeinheiten des Museums. In der Eingangshalle liegen am Rande die Museumskasse sowie engbedrängt der Museumsbuchladen. Im Kellergeschoss befinden sich die Garderoben, Toiletten und das Museumsbistro sowie der Durchgang zu den Räumlichkeiten für Wechselausstellungen. Durchschreitet man die großzügig bemessene Eingangshalle, so gelangt man rechter Hand in den Komplex des ehemaligen Klosters; vom Kloster selbst sind noch die Kirche sowie der große und der kleine Kreuzgang mit anliegenden Räumen erhalten.

Raumklima

Bei der Konzeptionen der Bauten des 20. Jahrhunderts hat man offensichtlich kaum bedacht, dass sommerliche Temperaturen die Räume sehr schnell aufheizen können. In zahlreichen Raumfolgen ist der Aufenthalt für Wachpersonal und Besucher in den Sommermonaten nur eingeschränkt möglich. Es gibt offensichtlich kein Konzept, die tagsüber aufgestaute Wärme nachts und in den Morgenstunden (oder auch nur an kühleren Tagen) abzuführen.

Das Archiv

Das Archiv ist in mehrere Abteilungen untergliedert.

Das Historische Archiv

Von Aufseß war dem Archiv die erste Stelle im Abteilungsgefüge des Museums zugedacht, es sollte die Aufgabe eines deutschen Zentralarchivs übernehmen, indem es weniger die Originalurkunden, sondern Kopien und Faksimiles (bis 1650) verwahren sollte. Dies Projekt überforderte zur damaligen Zeit jedoch die Beteiligten; nur die Siegelabgußsammlung machte schnell gute Fortschritte.

Bald wandte man sich der Sicherung originaler Quellen zu; dabei wollte man bewusst nicht in Konkurenz zu den staatlichen Archiven treten, sondern man verstand sich in erster Linie als Auffangbecken für Adels- und Privatarchive, um so zu verhindern, dass Pargament- und Papierdokumente einer Zweitverwertung (Blattgoldmacher, Papierhersteller) zugeführt würden.

Der Bestand reicht heute u.a. von hochmittelalterlichen Kaiser- und Papsturkunden über Adelsarchive wie das der Grafen von Wolckenstein-Rodenegg (13.-18. Jahrhundert) bis zu Stadt- und Rechnungsbüchern, aber auch Gerichtsakten.

Übernommene Archivalienbestände wurden nie aufgelöst (nur Pergamenturkunden wurden aus dem jeweiligen Komplex herausgenommen); allerdings wurden vornehmlich in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts "Flurbereinigungen" mit dem Ziel vorgenommen, versprengte Einzelstücke und Reste zuständigen Archiven zuzuführen.

Archiv für Bildende Kunst

Das Archiv für Bildende Kunst wurde 1964 gegründet und beherbergt mehr als 1.200 Nachlässe (Stand 1997) von Künstlern, Kunstwissenschaftlern und -kritikern, aber auch von -mäzenen und -institutionen wie Kunstvereinen und schriftliche Quellen aus dem Bereich der bildenden Kunst überhaupt. Zu nennen sind u.a. die folgenden Nachlässe: Wilhelm Worringer, Franz Marc, August Macke, Erich Heckel, Richard Riemerschmid oder Otto Dix.

Seit 1976 stellt das Archiv bedeutende Nachlässe aus, die es erworben konnte; dabei wird stets eine Werkauswahl gezeigt und es erscheint eine erläuternde Publikation. Neuzugänge werden im Anzeiger mitgeteilt.

Seit 1966 ist auch das Deutsche Glockenarchiv ein Teil des Archivs für Bildende Kunst; vgl. Claus Pese: Mehr als nur Kunst. Das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum, Ostfildern-Ruit 1998, S.136-145.

Die Bibliothek

Die Bibliothek ist ihrer Bestimmung nach zugleich eine Sammlung wie auch eine öffentlich zugängliche Handbibliothek, die nunmehr in die Systematik intergrierte Bibliothek des Gründers (Aufseß-Bibliothek) bildete dazu den Grundstock.

Im 19. Jahrhundert baute sich der Bestand hauptsächlich durch Freiexamplare der Verlage auf. Im 20. Jahrhundert ließ die Spendenfreudigkeit mehr und mehr nach. 1978 umfasste der Bestand ca. 400.000 Bände.

Der Verlag des Germanischen Nationalmuseums

Neben dem »Anzeiger« erscheinen heute zwischen 5 und 10 Bänden jährlich im hauseigenen Verlag. Bei großen Publikationen geht man aus Kostengründen und wegen besserer Vertriebsmöglichkeiten oft Kooperationen mit Fachverlagen ein.

Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit erstellt das Museum u.a. zahlreiche Flyer und ein Programmheft, das ab 2004 im vierteljährlichen Rhythmus erscheinen soll und neben Informationen zum Museum auf 8 von 48 Seiten Fremdwerbung enthält. Das Programmheft wird regelmäßig an die über 6.500(?) Mitglieder des Museums versendet.


Literatur

Hauptartikel: Literatur zum Germanischen Nationalmuseum

Gesamtdarstellungen

Laufende Publikationen

Weblinks