Der Ausdruck Geschütz (urspr. die Waffe des Schützen, d.h. Bogen) bezeichnet im Militärwesen ab dem 14. Jahrhundert eine schwere, zum Handgebrauch nicht verwendbare Feuerwaffe.
Heute bezeichnet Geschütz eine großkalibrige Waffe, die ihre explodierende Munition zumeist im Bogen über große Entfernungen gegen ihr Ziel einsetzt. Zu den Geschützen zählen die Kanone, die Haubitze, der Granatwerfer und das Leichtgeschütz.
Geschichtsüberblick
- Am Anfang des Geschützes stand die Bombarde. Geschütze wurden erstmals nach Erfindung des Schießpulvers im Spätmittelalter eingesetzt, um Festungen anzugreifen und zu verteidigen. Mit der Zeit verbesserte man immer mehr Reichweite, Zielgenauigkeit und Sprengkraft.
- Im 15. Jahrhundert wurden Gussrohre aus Bronze auf Lafetten montiert.
- Im 16. Jahrhundert wurden Mörser und Feldschlangen entwickelt.
- Im 19. Jahrhundert kam es zur Kontruktion von Hinterladern sowie Langgeschossen.
- Bis zur Erfindung individualmotorisierter Geschütze nutzte man Pferdegespanne und später Eisenbahngeschütze. Im 20. Jahrhundert entstand das Schnellfeuergeschütz. Moderne Geschütze sind sehr mobil z.B. auf Panzern angebracht.
Im Unterschied zu Raketen verändert die Geschützmunition ihre Flugbahn nach Abschuss nur noch infolge von Wind und Gravitation.
Grundsätzlich unterscheidet man Geschütze in Kategorien wie
Das Geschütz mit der höchsten Reichweite war das Parisgeschütz, ein Eisenbahngeschütz welches im Ersten Weltkrieg von der deutschen Front bis nach Paris schießen konnte.