Der Geschwister-Scholl-Preis ist ein Literaturpreis, der 1980 vom Landesverband Bayerischer Verlage und Buchhandlungen initiiert wurde. Ausgezeichnet wird jährlich ein Buch, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem gegenwärtigen Verantwortungsbewusstsein wichtige Impulse zu geben. Der Preis ist nach Sophie und Hans Scholl benannt und ist mit 10.000 Euro dotiert.
Preisträger
- 2003: Mark Roseman: "In einem unbewachten Augenblick. Eine Frau überlebt im Untergrund"
- 2002: Raul Hilberg: "Die Quellen des Holocaust"
- 2001: Arno Gruen: "Der Fremde in uns"
- 2000: Helene Holzman: "Dies Kind soll leben"
- 1999: Peter Gay: "Meine deutsche Frage"
- 1998: Saul Friedländer: "Das Dritte Reich und die Juden"
- 1997: Ernst Klee: "Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer"
- 1996: Hans Deichmann: "Gegenstände"
- 1995: Victor Klemperer: "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933 - 1945"
- 1994: Heribert Prantl: "Deutschland leicht entflammbar - Ermittlungen gegen die Bonner Politik"
- 1993: Wolfgang Sofsky: "Die Ordnung des Terrors - Das Konzentrationslager"
- 1992: Barbara Distel/Wolfgang Benz (Hrsg.): Dachauer Hefte Nr. 7 "Solidarität und Widerstand"
- 1991: Georges-Arthur Goldschmidt: "Die Absonderung"
- 1990: Lea Rosh/Eberhard Jäckel: "Der Tod ist ein Meister aus Deutschland"
- 1989: Helmuth James Moltke: "Briefe an Freya 1939 - 1945"
- 1988: Grete Weil: "Der Brautpreis"
- 1987: Christa Wolf: "Störfall"
- 1986: Cordelia Edvardson: "Gebranntes Kind sucht das Feuer"
- 1985: Jürgen Habermas: "Die neue Unübersichtlichkeit"
- 1984: Anja Rosmus Wenninger: "Widerstand und Verfolgung"
- 1983: Walter Dirks: "War ich ein linker Spinner?"
- 1982: Franz Fühmann: "Der Sturz des Engels"
- 1981: Reiner Kunze: "Auf eigene Hoffnung"
- 1980: Rolf Hochhuth: "Eine Liebe in Deutschland"
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