Die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt ist ein Forschungsinstitut, das 1969 gegründet wurde, um Teilchenbeschleuniger für Schwerionen zu bauen und zu betreiben. Die Gesellschaft ist in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren eingegliedert. An dem Betreiben der Gesellschaft ist die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen beteiligt.
Die GSI unterhält drei Anlagen:
- UNILAC ist ein Linearbeschleuniger, der die ionisierte Atomkerne bis zu etwa 20% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen kann. Er wird vor allem als Vorstufe für den SIS benutzt.
- SIS ist ein Synchrotron, der die Ionen bis zu 90% der Lichtgeschwindigkeit bringen kann.
- ESR ist ein Speicherring, der bei Bedarf die von SIS beschleunigten Ionen aufnehmen und speichern kann.
Die Anlagen der Gesellschaft wird hauptsächlich von auswärtigen Wissenschaftler für ihre Forschung benutzt. Der Schwerpunkt liegt in der Atom- und der Teilchenphysik, aber auch praktische Anwendung wie zum Beispiel Strahlentherapie kommen hier zum Zuge.
Zu den großen Erfolgen der GSI zählen unter anderen die Synthese der chemischen Elemente Hassium, Meitnerium, Darmstadtium, Unununium und Ununbium.