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Weltbekannt wurde er durch seine Marsbeobachtungen und die Entdeckung der so genannten Marskanäle (Canali) im Jahr 1877, als der Mars der Erde besonders nahe kam. Diese zarten linienförmigen Strukturen lagen nahe der Sichtbarkeitsgrenze und erforderten spezielle Beobachtungserfahrung. Erst 1879 wurde ihre Sichtung von anderen Astronomen zweifelsfrei bestätigt.
Schiaparelli hielt sie für natürliche Rillen oder Flussbette, doch auf Englisch ließ die falsche Übersetzung Canals an Kunstbauten denken. So entstanden Science-Fiction-Romane und ein jahrzehntelanger Mythos von Marsmenschen. 1894 baute Percival Lowell die Flagstaff-Sternwarte in Arizona, um die Marskanäle und das auf Mars vermutete Leben zu erforschen. Auf ihr wurde 1930 der Planet Pluto entdeckt.
Erst 1965 beendeten die Fotos der US-Sonde Mariner 4 diese Spekulationen. Die Marskanäle gelten heute großteils als optische Täuschung durch Kontrasteffekte. Manche dürften großen Canyons oder Tälern entsprechen. Jedenfalls beflügeln die Marskanäle die Phantasie von Schriftstellern bis heute.
Schiaparellis astronomische Forschungen betrafen auch den Merkur, die Venus, die Sonne und die Doppelsterne. Je ein Krater am Mond, Merkur und Mars wurde nach ihm benannt. Er bewies in einer preisgekrönten Arbeit, dass der Meteorstrom der Perseiden (August-Sternschnuppen) mit dem Komet 1862 zusammenhängt.
Am Mars widmete er sich auch einer besseren Nomenklatur und den Veränderungen der rötlichen und grünlich-grauen Flächen sowie der weißen Polkappen.
Literatur
Weblinks