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Ein Gitter ist ist eine Umrahmung oder Umfriedigung eines Raums, ein Verschluß einer Fenster-, Tür-, Oberlicht- oder Dachlukenöffnung, welche durch eine rechtwinklige oder schräge Durchkreuzung von Rundstäben oder Flachleisten oder von beiden zusammen gebildet werden. Das Material ist vorzugsweise Stein, Holz oder Metall.
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Mit dem Begriff Gitter wird in der Werkstoffkunde die Anordnung der Atome und Moleküle zu einem Kristallgitter bezeichnet. Siehe dazu auch:
Kubisch flächenzentriertes Kristallsystem,
Kubisches Gitter,
Kubisches Kristallsystem,
Kubisch raumzentriertes Kristallsystem,
Hexagonales Kristallsystem,
Natriumchlorid-Gitter,
Kristallsystem (mit allen Unterseiten)
Geschichte
Herstellung
Am gewöhnlichsten ist die Verwendung von Schmiede- oder Gusseisen, im Mittelalter auch von Messing. Die aus Metall gefertigten Stäbe oder Leisten hielt man an ihren Schneidepunkten durch Bänder zusammen. In der Verschlingung dieser Stäbe wurde bald eine große Mannigfaltigkeit und Kunstfertigkeit erreicht. Die glatten Stäbe und Latten wurden dann später mit angeschmiedeten oder gegossenen Blättern, Blumen, Arabesken, Menschen- und Tierfiguren geschmückt, so dass die Gitter schließlich zu einem bedeutsamen Erzeugnis des Kunsthandwerks und mit dem größten Luxus ausgestattet wurden. Verwendung
Man fertigte Gitter zum Abschluss von Kapellen, in Kirchen, zum Abschluss des Chors von den Schiffen, zur Umfriedigung der Grabdenkmäler in den Kirchen, zur Einfassung von Taufsteinen, Brunnen und öffentlichen Denkmälern an. In der Renaissancezeit wurden die Gitter auch in der Privatarchitektur allgemein und sind es auch bis jetzt in mannigfaltigster Verwendung als Tor-, Tür-, Fenster-, Grab-und Gartengitter geblieben. Zur Belebung der Eisenfarbe wird Vergoldung, Verkupferung, Vernickelung usw. benutzt. Neben dem am meisten verbreiteten Guss von Gittern hat neuerdings auch wieder die Schmiedekunst bei der Anfertigung von Gittern große künstlerische Erfolge erzielt.Beispiele
Charakteristische Beispiele sind das gotische Gitterwerk am so genannten Quintin Massys-Brunnen in Antwerpen, die Gitter im Dom zu Freising, das Gitter am Grabmal Karls IV. im Dom zu Prag und das Gitter am Augustusbrunnen in Augsburg. Quelle
Meyers Konversationslexikon, 1888