Ein Glaubensbekenntnis, auch Credo (von lat. "ich glaube") ist eine auf die wesentlichsten Punkte zusammengefasste Glaubenslehre.
Ein Glaubensbekenntnis hat verschiedene Funktionen:
- Es ist Anerkennung und Ausdruck der Gemeinschaft, die durch diesen Glauben gegeben ist (z.B. beim gemeinsamen Rezitieren in der Liturgie)
- Ein Glaubensbekenntnis ist eine übernommene Verpflichtung, nach diesem Glauben leben zu wollen (z.B. bei der Ordination)
- Ein Glaubensbekenntnis grenzt eine Religion oder Überzeugung gegen andere Religionen oder Überzeugungen ab
- Ein Glaubensbekenntnis ist eine Richtlinie, wie die heiligen Schriften verstanden werden sollten
Im Christentum sind das Apostolische Glaubensbekenntnis und das Nicäno-Konstantinopolitanum die beiden wichtigsten Glaubensbekenntnisse, die von fast allen christlichen Traditionen akzeptiert werden, wobei das Apostolische Glaubensbekenntnis nur in der westlichen Tradition verwendet wird und hier häufiger ist, das Nicäno-Konstantinopolitanum (oft auch Glaubensbekenntnis von Nicäa genannt) dagegen auch in der östlichen Kirche (dort als einziges Glaubensbekenntnis) verwendet wird.
Älter, aber weniger verbreitet sind das Altrömische Glaubensbekenntnis als Vorläufer des Apostolischen Glaubensbekenntnisses und das Bekenntnis von Nicäa als Grundlage des Nicäno-Konstantinopolitanums..
Der Islam kennt als Glaubensbekenntnis die Schahada, deren Kernsatz auf deutsch in etwa heißt: Es gibt keinen Gott außer Allah. Muhammad ist der Gesandte Allahs.
siehe auch Dogmatik -- Glaube