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Als Gleichschaltung bezeichnet man das Bestreben totalitärer Parteien und Systeme, bestehende gesellschaftliche und staatliche Organisationen zu übernehmen und entsprechend ihrer Ideologie auszurichten, und diese so den Parteigliederungen gleich zu gestalten.
Besonders ausgeprägt war die Gleichschaltung durch die nationalsozialistische NSDAP. Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers wurden nahezu alle Organisationen, die nicht gleich verboten wurden, gleichgeschaltet. Verbunden damit war die Übernahme der Mitglieder. Ziel war es unter anderem, auch unpolitische Menschen, z.B. die im ADAC organisierten Kraftfahrer, im gleichgeschalteten NSKK (Nationalsozialistischen Kraftfahrer-Korps) zu erfassen und ideologisch zu beeinflussen. Der "Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten" wurde 1934 ebenfalls gleichgeschaltet.
Gleichgeschaltet wurden auch private Medien, insbesondere die Zeitungen und Zeitschriften, sodass die Pressefreiheit zum Erliegen kam, und die Studentenverbindungen zum Nationalsozialistischen Studentenbund.
Siehe auch: Hegemonie, Faschismus, Personenkult