Gleitzahl

Die Gleitzahl gibt die Leistung eines Segelflugzeugs an.

Sie wird als Variable auch als ε ("epsilon") bezeichnet und errechnet sich als Quotient aus Auftriebsbeiwert und Widerstandsbeiwert, oder als Kehrwert des Tangens des Gleitwinkels.

Table of contents
1 Beispiel
2 Gleitzahl, Aufwind und Sinken
3 Weblinks

Beispiel

1:30 - 1 Meter Sinken wird umgesetzt in 30 Meter Strecke.
Moderne Hochleistungssegler (aus
Kunstfaser-Verbund) haben Gleitzahlen um 1:50, ein zweisitziges Schulflugzeug in Holzbauweise etwa 20, die weit verbreitete KA 8 rund 27.

Gleitzahl, Aufwind und Sinken

Ein Segelflugzeug legt bei mittlerer Fluggeschwindigkeit von 120 km/h etwa 33 m/sec zurück. Mit Gleitzahl 40 bedeutet das ein Sinken von 0.82 m/s. Daher wird es bei einem Aufwind von 1 m/s bereits geringfügig steigen. Das Kreisen in engen Aufwinden verursacht allerdings durch die Schräglage (siehe Aerodynamik) zusätzlichen Höhenverlust.

Jedes Segelflugzeug hat ein so genanntes "bestes Sinken". Es liegt meist etwas über der Reisegeschwindigkeit und könnte bei obigem Beispiel bei etwa 150 km/h im Bereich von 0.7 m/s liegen. Man nützt es vor allem beim Durchfliegen von Abwindzonen.

In manchen Fällen ist eine schlechte Gleitzahl günstig - z.B. wenn das Flugzeug für die Schulung robust sein soll (es reagiert dann auf Flugfehler "gutmütig" und kommt praktisch nie ins Trudeln.

Bei Gefahr oder bei Außenlandungen auf kleinen Wiesen ist ein steiler Abstieg erforderlich. Dabei verwendet man eine aus den Tragflächen herausklappbare Sturzflugbremse, welche die aerodynamische Strömung stört und den Auftrieb deutlich verringert.

Weblinks