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Gegründet wurde das Kök-Türkenreich von dem Khan Tuman († 552) und seinen Söhnen. Tuman besiegte 552 den letzten Rouran-Khan A-na-kuei. Die Hephthaliten (= Weiße Hunnen) wurden von Tuman´s Bruder Istämi († 576) im Bündnis mit den persischen Sassaniden vernichtet, was ferner die Awaren zur Flucht nach Europa bewog. Die beiden rivalisierenden Staaten in Nordchina zahlten den Türken bis 581 hohen Tribut.
Das erste Türkenreich teilte sich nach dem Tod der Söhne Tumans ca. 584 in zwei Teile, die von Sui- bzw. von Tang-China gegeneinander ausgespielt wurden. Der Ost-Khan erkannte formell die Lehnshoheit des chin. Kaisers an. Der West-Khan jener Zeit war Istämi´s Sohn Tardu, der um 600 das Türkenreich beinahe erfolgreich wiedervereinigte. Doch die chinesische Diplomatie zettelte eine große Revolte seiner Vasallenstämme an und Tardu verscholl (603).
Neue Angriffe der Ost-Türken auf China scheiterten, ihr Khan Hsien-li wurde 626-630 von Kaiser Tai-tsung aufgrund einer Revolte seiner Vasallen geschlagen und gefangen. Der West-Khan Tung Sche-hu, der Byzanz massiv gegen Persien unterstützte, wurde noch 630 ermordet. Spätestens 659 beherrschte der Tang-Kaiser von China die Länder an der Seidenstraße bis hinein nach Po-sse (Persien). Die Türken trugen jetzt chinesische Titel und dienten ihm bei seinen Kriegen.
Trotzdem wurde von Schad Idat (Ilteris) und seinem Bruder Mo-ch´o ein neues, wildes Türkenreich gegründet, das in zahlreichen Kriegszügen nach 681 wieder die Steppen von der Großen Mauer bis zu den Außenposten der (seit 705 nach Transoxanien vordringenden) Araber kontrollierte. Das Zentrum war die Gegend des Changai-Gebirges (damals: Ötükän). Es zerfiel in einer Reihe von Krisen und erneuten chinesischen Feldzügen.
Die Nachfolger der Türken wurden nach einem Sieg Ko-lo Khan´s 744 ihre China- "freundlicheren" Juniorpartner, die Uiguren.
Erstes Türkenreich, Gesamtreich: