|
|
| Table of contents |
|
2 Leben: 3 Weblinks |
Bauwerke:
Leben:
Semper wurde als Sohn eines wohlhabenden Wollfabrikanten geboren. Nach dem Abitur 1823 begann er in Göttingen das Studium der Mathematik.
1825 studierte er Architektur in München bei Friedrich von Gärtner.
1826 ging er dann nach Paris um für den Architekten Franz Christian Gau zu arbeiten. Zwischen 1830 und 1833 bereiste er Italien und Griechenland, um die Antike zu studieren.
Am 30. September 1834 erhielt Semper auf Betreiben Franz Christian Gaus einen Ruf als Professor an die Königlichen Akademie der bildenden Künste zu Dresden.
Er ging nach England und durch den Einfluss von Richard Wagner später nach Zürich. Die Eidgenossen waren damals gerade dabei, für die anlaufende Industrierevolution ein gesamtschweizerisches Polytechnikum zu erstellen. Der neue Gast aus Norden mit südlichen Flair, der kam ihnen dazu gerade recht. Die eingereichten Wettbewerbentwürfe, die er als Experte begutachten sollte, erklärte er alle für ungenügend und zeichnete das neue Hochschulgebäude gleich lieber selbst.
Stolz platziert und von allen Seiten gut sichtbar auf einer Terrasse oberhalb der Altsstadt, wo kurz vorher noch Befestigungsmauern standen, dort kam jetzt die neue eidgenossische Bildungsanstalt als Zeichen einer neuen Epoche. Das Gebäude, das trotz vielen Umbauten noch heute an Semper erinnert, musste am Anfang nicht nur das neu entstandene Polytechnikum (heute Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, ETH), sondern auch die bereits existierende Zürcher Universität aufnehmen.
Semper wurde Professor an diesem Polytechnikum und seine Schüler sorgten dann auch später mit, nicht ganz ohne Eigennutz (denn die meisten Semperschüler aus Zürich sind auch ganz berühmte und vor allem recht erfolgreiche Architekten geworden), für seinen internationalen Ruhm.
Er durfte dafür in Wien und in Dresden bei Kaisern und Königen bauen, verfasste Bücher und ging in die Geschichte ein. Die Semperoper in Dresden und das Burgtheater in Wien gelten als seine stolzesten Bauten. Denn besonders der Theaterbau war für Semper eine wahre Berufung, da war auch seine Freundschaft mit Richard Wagner von großer Bedeutung.