Grammatik

Dieser Artikel befasst sich mit Grammatik als Teil der Sprachwissenschaft, andere Bedeutungen unter Grammatik (Begriffsklärung).
Als Grammatik ("Sprachlehre") bezeichnet man den Teil der Sprachwissenschaft (Linguistik), der sich mit der Struktur der Sprache beschäftigt und historisch gewachsene Regeln beschreibt bzw. für die Standardsprache auch Regeln festlegt. In der Umgangssprache werden diese Regeln oft verletzt. Überdies haben verschiedene Dialekte und Soziolekte oft eigene grammatikalische Regeln. In der poetischen Sprache werden die Regeln der Grammatik manchmal bewusst gebrochen, um die Möglichkeiten der Sprache auszuloten.

Für die Grammatik der Standardsprache gilt im Deutschen der Duden als maßgebend. In den letzten Jahrzehnten hat die Dudenredaktion einen eher deskriptiven Ansatz vertreten, d.h. sie passt die Regeln immer wieder an den aktuellen Stand, das heißt, an das was üblich ist, an.

Grammatik umfasst Phonologie ("Lautlehre"), Morphologie ("Formenlehre) und Syntax ("Satzlehre"). In den letzten Jahrzehnten ist die Grammatik mit der Textgrammatik über den Satz als größte zu untersuchende Einheit hinausgegangen.

Auch Programmiersprachen haben eine Grammatik. Damit ein Programm aus seinem Quellcode von einem Compiler oder Interpreter verstanden werden kann, müssen beim Schreiben eines Programmes feste Regeln eingehalten werden.

Siehe auch: Deklination, Konjugation, Suffix, Wortart

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