Graphit

{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0" align="right" width="400" style="margin-left:10px"

|colspan="2" align="center" bgcolor="#cccccc"|Graphit |- |colspan="2"|


Bild des Minerals
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|- |Chemismus |C |- |Kristallsystem |Hexagonal (hcp) |- |Kristallklasse |___ |- |Farbe |Schwarz |- |Strichfarbe |Grauschwarz |- |Härte |1 |- |Dichte |2,1-2,3 |- |Glanz |metallisch, matt |- |Opazität |undurchsichtig |- |Bruch |uneben, biegsam |- |Spaltbarkeit |sehr vollkommen |- |Kristallhabitus |tafelig, schuppig, stegelig, körnig |- |häufige Kristallflächen |___ |- |Zwillingsbildung |___

|- |colspan="2" align="center" bgcolor="#cccccc"|Kristalloptik

|- |Brechungsindices |___ |- |Doppelbrechung |___ |- |Pleochroismus |___ |- |optische Orientierung |___ |- |Winkel/Dispersion
der optischen Achsen |2vz ~ ___

|- |colspan="2" align="center" bgcolor="#cccccc"|weitere Eigenschaften |- |chemisches Verhalten |___ |- |ähnliche Minerale |___ |- |Radioaktivität |nicht radioaktiv |- |Magnetismus |nicht magnetisch |- |besondere Kennzeichen |Gute elektrische Leitfähigkeit |}

Graphit bzw. Grafit ist neben Diamant und Fulleren eine Modifikation des Kohlenstoffs und ein (allerdings selten) natürlich vorkommendes Mineral. Es kristallisiert im hexagonalen Kristallsystem, ist mit einer Härte von 1 bis 2 sehr weich und hat eine schwarze Farbe, sowie eine grauschwarze Strichfarbe.

Table of contents
1 Struktur
2 Vorkommen
3 Herstellung
4 Verwendung
5 Geschichte

Struktur

[[bild:graphit_gitter.png|right|thumb|Hexagonale (hcp) Gitterstruktur des Graphit. Die hohe Anisotropie der Bindungsabstände der Kohlenstoff-Atome in c-Richtung und in den Basalebenen verursacht die leichte Spaltbarkeit.]] Graphit kristallisiert hexagonal und bildet meist parallel verlaufende Schichten, die so genannten Basalebenen, aus; parallel dazu beträgt die Bindungsenergie 4,3 Elektronenvolt, senkrecht aber lediglich 0,07 Elektronenvolt, also weniger als 2 % dessen. Aus dieser extremen Richtungsabhängigkeit der Bindungskräfte resultiert die leichte Spaltbarkeit des reinen Graphits entlang der Basalebenen.

Im so genannten Glaskohlenstoff, einer besonderen Form des Graphits, liegen die Ebenen dagegen nicht planparallel wie die Seiten eines Buchs, sondern wie geknülltes Papier. Dieser Kohlenstoff ist hart und isotrop wie Glas, daher sein Name. Durch besondere Behandlung (Streckung von Kunststofffasern und anschließendes Graphitieren) gelingt es, die Ebenen in Faserrichtung zu orientieren. Das Ergebnis sind hochfeste Kohlenstofffasern.

Vorkommen

Er kommt in der Natur in Form vereinzelter Flocken und Körner in kohlenstoffreichem metamorphem Gestein und als Adern in Pegmatit vor. Abgebaut wird Graphit vor allem in China, Korea und Indien sowohl im Tagebau als auch unter Tage. Pro Jahr handelt es sich dabei um ca. 600.000 Tonnen.

Herstellung

Durch Verkoken von Schwarz- oder Braunkohle kann Graphit künstlich hergestellt werden.

Verwendung

Graphit wird vielfältig genutzt:

Geschichte

Der Name leitet sich aus dem Griechischenen graphos ab, was Schreiben bedeutet. Er spielt damit auf die Tatsache an, dass Graphit auf Papier durch Abreibung der einzelnen Blättchen leicht eine graue Ablagerung hinterlässt, die im "Bleistift" zum Schreiben genutzt werden kann.

In der späten Eisenzeit in Mitteleuropa (La Tène-Zeit) wurde Graphit gerne verwendet, um die Oberfläche keramischer Gefäße zu schwärzen. Hier waren besonders die Vorkommen bei Passau bedeutsam.

Siehe auch: Liste von Mineralen





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