Grauer Vulkan

Graue Vulkane oder ejektive Vulkane entstehen, wenn das Magma mehr als 60-65% SiO2 enthält. Die hierbei entstehende Lava ist relativ viskos (zähflüssig) und enthält in der Regel auch Gase. Durch die Zähigkeit der Lava verbleibt oft ein Pfropf im Vulkanschlot. Dadurch kann sich ein hoher Widerstand gegen das von unten nachschiebende Magma ergeben. Der dabei entstehende Druck, verstärkt durch die eingeschlossenen vulkanischen Gase entläd sich explosionsartig an der schwächsten Stelle, wobei unterschiedlich große (oft graue) Materieteilchen, Asche, Staub, Lapilli, Schlacke, Bomben und Blöcke in die Umgebung geschleudert werden. Besonders gefürchtet sind die häufig dabei auftretenden pyroklastischen Flüsse. Diese Art des Ausbruchs bezeichnet man als plinianische Eruption.

Graue Vulkane können jahrelang als erloschen gelten. Ihre Ausbrüche sind dann aber besonders verheerend.

Der Ausbruch des Mount Saint Helens 1980 oder des Vesuv im Jahre 79 n.Chr. sind dafür gut dokumentierte Beispiele.

Graue Vulkane nennt man aufgrund ihres Eruptionsverhaltens auch Schichtvulkane.

Man kann grundsätzlich unterscheiden zwischen grauen Vulkanen und roten Vulkanen. Häufig liegen jedoch Mischformen vor, bzw. der Typ des Vulkans kann sich im Laufe der Zeit ändern, wie das z.B. beim Ätna auf Sizilien der Fall ist.

Weblinks

http://www.uni-muenster.de/MineralogieMuseum/vulkane/Vulkan-6.htm



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