Grenzmark Posen-Westpreußen

Die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen war eine preußische Provinz, deren Hauptstadt Schneidemühl (heute Piła in Polen) war. Die Provinz war eine landwirtschaftlich geprägte Region mit wichtiger Verkehrsbedeutung für den Verkehr auf der Ostbahn durch den polnischen Korridor nach Ostpreußen und nach Polen.

Die Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen wurde 1922 aus den westlichen Gebieten der früheren Provinzen Posen und Westpreußen (östliche Gebiete von Westpreußen kamen zu Ostpreußen), die nach dem 1. Weltkrieg nicht an Polen gefallen sind, errichtet.
Es waren dies

Landkreis Deutsch Krone
  • Landkreis Flatow
  • Landkreis Schlochau

  • Landkreis Bomst
  • Landkreis Fraustadt
  • Landkreis Meseritz
  • Landkreis Schwerin an der Warthe
  • Landkreis Netzekreis (in Schönlanke)

  • Dabei war der Netzekreis 1922 aus den nördlich des Flusses Netze gelegenen Teilen der früheren Kreise Kolmar, Charnikau und Filehne gebildet worden, weil die übrigen Gebiete dieser drei Kreise an Polen kamen. Im gleichen Jahr 1922 wurde die Stadt Schneidemühl zum Stadtkreis erklärt und zur Hauptstadt der neuen Provinz erhoben.

    1938 wurde die "Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen" aufgelöst. Der Kreis Fraustadt wurde der Provinz Schlesien, die Kreise Bomst, Meseritz und Schwerin an der Warthe der Provinz Brandenburg und das restliche Gebiet der Provinz Pommern zugeordnet.

    Innerhalb der Provinz Pommern wurde das Gebiet mit den Kreisen Dramburg und Neustettin sowie mit den von der Provinz Brandenburg umgegliederten Kreisen Arnswalde und Friedeberg zu einem neuen eigenständigen Regierungsbezirk erklärt, der verwirrenderweise den gleichen Namen wie die frühere Provinz trug, nämlich "Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen". Sitz des Regierungsbezirks wurde Schneidemühl. Der neue Regierungsbezirk hatte jedoch einen völlig anderen Gebietszuschnitt als die frühere Provinz.
    Er umfasste folgende Stadt- und Landkreise:

    1. Stadtkreis Schneidemühl
    2. Landkreis Arnswalde
    3. Landkreis Deutsch Krone
    4. Landkreis Dramburg
    5. Landkreis Flatow
    6. Landkreis Friedeberg
    7. Landkreis Neustettin
    8. Landkreis Netzekreis (in Schönlanke)
    9. Landkreis Schlochau

    Nach dem 2. Weltkrieg wurde das ganze Gebiet unter polnische Verwaltung gestellt und gehört seit der Wiedervereinigung 1990 formell endgültig zur Republik Polen.




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