|
|

Die groma war ein römisches Vermessungsinstrument, Vorläufer des Theodoliten. Sie bestand aus einem gleichschenkligen Kreuz an dessen Enden und in dessen Mittelpunkt Lotschnüre befestigt waren. Auf einer Stange befestigt konnte es in den Boden gesteckt werden. Dabei war es nicht erforderlich, dass die Stange senkrecht stand und das Kreuz damit parallel zum Boden lief, da die Lotschnüre stets senkrecht hinabhingen und eine exakte Messung garantierten. Das Mittellot gab nun den Fußpunkt der Messung an, über dem durch eine Peilung über je zwei Lotschnüre (und das Mittellot) das rechtwinklige Kreuz in die Landschaft übertragen werden konnte.
Die Groma wurde insbesondere beim Anlegen eines Legionslagers und von Siedlungen benutzt, um den Verlauf der Hauptstraßen festzulegen. Der Standort der erstmaligen Vermessung war der locus gromae. Die Verfügbarkeit eines rechten Winkels im Gelände ermöglichte aber auch weitergehende Anwendungen, etwa die exakte Planung von Tunneln oder sogar die Vermessung von Flüssen, ohne sie zu überqueren, wie es vom antiken Autor M. Iunius Nipsus beschrieben wird.