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Am Anfang stand eine Messe von 1733, die nur das Kyrie und das Gloria des lateinischen Messetextes umfasste und so sowohl im lutherischen wie im katholischen Gottesdienst verwendbar war. Diese Messe reichte Bach beim katholischen Dresdner Hof ein mit der Bitte um Verleihung des Titels "Hof-Compositeur", der ihm 1736 gewährt wurde.
Um 1740 entschloss sich Bach, die Messe um Credo, Sanctus und Agnus Dei zu erweitern, teils durch Neukompositionen, teils durch Umarbeitung vorhandener Kantatensätze. Trotz der Unterschiedlichkeit des Materials, der langen Entstehungszeit und der Vielfalt archaischer und moderner Stilmittel gelang es ihm, einen geschlossenen Zyklus von höchster Aussagekraft und Tiefe zu schaffen - auch wenn er damit die Möglichkeiten der Liturgie überschritt und wahrscheinlich selbst nie eine Gesamtaufführung des Werkes erlebte.
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