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Die Hagiographie will das Leben bedeutender Mitglieder der Kirche als Vorbild für die Nachwelt festhalten. Dabei treten historische Fakten oft hinter dem exemplarischen (gleichzeitig auch ideologischen) Charakter der Lebensbeschreibungen zurück.
Die Geschichte der Hagiographie beginnt im 2. Jahrhundert mit Lebensbeschreibungen von Märtyrern, Asketen und Mönchen. Im Mittelalter, der Blütezeit der Hagiographie, gibt es Lebensbeschreibungen fast aller bedeutenden Heiligen der Kirche.
Im übertragenen Sinne bezeichnet der Begriff Hagiographie oder die adjektivistische Verwendung hagiographisch eine unkritische und euphemistische Biografie, die dem Beschriebenen quasi einen sekularen Heiligenschein verleihen soll.