Hämolyse

Als Hämolyse bezeichet man die Zerstörung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Dies ist bis zu einem gewissen Grad normal, da Erythrozyten eine Lebensdauer von ca. 120 Tagen haben. Die gealterten Erythrozyten werden durch die Milz resp. das retikulo-endotheliale System aus der Blutbahn gefiltert und abgebaut.

Ein weiterer, natürlicher, (verstärkter) Abbau findet direkt nach der Geburt statt, da dann die fetalen Erythrozyten abgebaut werden müssen und durch Erythrozyten für die Atmung mit Luftsauerstoff ersetzt werden.

Table of contents
1 Ursachen
2 Diagnostik
3 Behandlung

Ursachen

Ein vermehrter (pathologische) Abbaus von Erythrozyten (Lebensdauer der Zellen unter 100 Tagen) findet man bei:

Werden mehr Erythrozyten abgebaut als gebildet werden, dann entsteht eine Anämie (Blutarmut).

Beim Abbau von Erythrozyten entsteht Bilirubin, sodass bei vermehrtem Abbau auch vermehrt Bilirubin und dadurch eine Gelbsucht entstehen kann.

Diagnostik

Mit der Zerstörung der Erythrozyten wird Hämoglobin freigesetzt. Der wesentliche Parameter für die Hämolysediagnostik ist somit die Bestimmung des freien Hämoglobins. Daneben können auch Haptoglobin und Bilirubin gemessen werden. Bei ausgeprägter und oder lang anhaltender Hämolyse kann es zu einer Schädigung des Nierengewebes kommen, weshalb auch immer eine Creatinin-Clearance zur Funktionsprüfung der Nieren bestimmt werden sollte.

Behandlung

In akuten Fällen können Blut- oder Erythrozyten-Transfusionen notwendig sein. Ansonsten sollten die Ursachen, wenn möglich behandelt werden.

Normalwerte der Erythrozytenanzahl und des Bilirubins können Sie im Abschnitt Labormedizin finden.

Siehe auch Anämie





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