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'Handball\' ist eine Mannschaftssportart, bei der zwei Mannschaften versuchen, den Ball ins gegnerische Tor zu werfen. Heute wird in der Regel in der Halle gespielt, der früher verbreitete Feldhandball spielt keine große Rolle mehr und wird vor allem in der Sommerpause bei Feldturnieren praktiziert.
Jede Mannschaft besteht in der Regel aus sieben Spielern - sechs Feldspielern und einem Torwart. Bis zu fünf weitere Mitspieler können als Auswechselspieler auf der Wechselbank Platz nehmen. Der Wechsel der Spieler erfolgt fliegend während des Spielbetriebes. Eine Auswechslung mit Anmeldung wie beim Fußball gibt es hierbei nicht. Der Ball darf nicht nur mit der Hand berührt werden, sondern mit allen Körperteilen oberhalb des Knies, wobei, wie in anderen Ballsportarten auch, Fangen und Dribbeln unterschieden wird. Ohne Dribbeln darf der Spieler nur drei Schritte machen, dann muss er entweder den Ball dribbeln, ihn zu einem anderen Spieler passen oder einen Torwurf probieren.
Sieger ist wer nach 2 x 30 Minuten (Seniorenbereich) die meisten Tore erzielt hat.
Das Spielfeld hat die Form eines Rechteckes und wird durch die Mittellinie in zwei gleiche Hälften geteilt. Die Besonderheit des Handballfeldes liegt in den zwei "Kreisen". Diese haben die Form von abgeflachte Halbkreisen um das jeweilige Tor herum. Sie liegen in Richtung Mittellinie an den beiden kurzen Seiten des Spielfeldes, wobei ihre Grundseite nicht so lang ist wie die kurze Spielfeldseite.
Diese Kreise dürfen von den Feldspielern mit Ball nicht betreten werden. Spieler ohne Ball dürfen sie nur betreten, wenn sie dadurch keinen Vorteil erlangen. Es ist allerdings erlaubt, sich mit Ball über dem Kreis zu befinden ohne dabei den Boden im Kreis zu berühren. Dies führt dazu, dass die Spieler vor einem Torschuss oft "einspringen", also vor dem Kreis abspringen und in ihn hineinfliegen, um den Abstand zum Tor (und somit die Reaktionszeit des Torhüters) zu verringern.
Antike
Handballähnliche Spiele werden bereits seit der Antike in der ganzen Welt gespielt. So berichtete Homer bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. in seiner "Odyssee" vom Uraniaspiel der Griechen. Später berichtete der Arzt Claudius Galenus (130 - 200 n. Chr.) von einem Ballspiel der Römer namens "Harpaston". Eine weitere Nennung wurde von Walter von der Vogelweide (1170-1230) geschichtlich hinterlassen. Der Minnesänger rühmt in einem seiner Lieder ein Fangballspiel
1906
Vom dänischen Lehrer Holger Nielsen wurden die ersten Regeln entworfen und Wettkämpfe organisiert
1915
Oberturnwart Max Heiser (1879-1921) führt in Berlin Torball für Frauen ein
1917
Am 29.Oktober wird festgelegt, dass Torball künftig Handball heißen soll, der Ball hatte 71 cm Durchmesser
1919
Turnlehrer Carl Schelenz (1890-1956) führte Drei-Schritt-Rhythmus ein
Deutschland wurde im Hallenhandball 1978 unter Vlado Stenzel Weltmeister.
Heiner Brand, einer der besten Handballer aller Zeiten, wurde 1978 als Spieler Weltmeister und ist 2004 als Bundestrainer Europa- und Vize-Weltmeister.
Deutscher Meister der Saison 2002/2003 ist der TBV Lemgo.
Handballweltmeister 2003 wurde Kroatien durch einen 34:31 Sieg über Deutschland. Europameister 2004 ist Deutschland durch einen 30:25 Sieg über Slowenien.
Das Spielfeld
Die Spielweise
Beim Handball bewegen sich (im Gegensatz zum Fussball oder Basketball) alle Feldspieler auf die Hälfte der verteidigenden Seite. Die Spieler der verteidigenden Mannschaft (Abwehrspieler) ziehen sich meistens bis in den Raum kurz vor dem Kreis zurück (ca. 3 m) und bilden eine Abwehrformation. Die Angreifer versuchen entweder durch Einzelaktionen (Mann gegen Mann Kampf oder Sprungwurf auf weite Distanz) oder durch Spielzüge (Wechsel, Sperre, Einläufer) einen Spieler in eine günstige Schussposition zu bringen und ein Tor zu erzielen.Geschichte
Siehe auch
American Handball, Pelota, Ceská házená, Torball, DHB