Hardy-Weinberg-Gleichgewicht

Das Hardy-Weinberg-Gleichgewicht ist ein Begriff der Populationsgenetik. In einer idealen Population verändern sich die Häufigkeiten der Allele nicht, sie befindet sich im Gleichgewicht. Das bedeutet, dass in einer idealen Population keine Evolution stattfindet.

Kennzeichen einer idealen Population

Die ideale Population ist ein theoretisches Konstrukt. In der Realität existieren keine idealen Populationen. Mindestens eine Bedingung wird nicht erfüllt. Es findet also Evolution statt.

Berechnungsformeln

Allelenfrequenzen: Genotypfrequenzen: A = dominantes Allel a = rezesives Allel

Mit Hilfe dieser Formeln lässt sich für die Häufigkeit eines Allels in einer Population berechnen, wenn die Häufigkeiten der Genotypen bekannt sind bzw. die Häufigkeit eines Genotyps, wenn die Allelfrequenz bekannt ist.

Beispiel:

Die Häufigkeit für Phenylketonurie beträgt 1 : 10000: h(aa) = 0,0001

damit ist q(a) = 0,01 und p(A) = 0,99.

Die Häufigkeit der Überträger ist damit h(Aa) = 2 p(A)q(a) = 0,0198

Von 10000 Individuen haben also