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Die Hebräische Sprache (Hebräisch) gehört zur Familie der semitischen Sprachen, zu denen beispielsweise auch Akkadisch, Aramäisch und Arabisch zählen. Die semitischen Sprachen gehören wiederum zur Familie der Afro-Asiatischen Sprachen.
Der Language Code ist he bzw. heb (nach
ISO 639).
| Table of contents |
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2 Schreibung 3 Schrift 4 Geschichte 5 Literatur 6 Weblinks |
Wie auch in den anderen semitischen Sprachen, werden im Hebräischen Worte meist aus drei Wurzelkonsonanten (Radikalen) abgeleitet.
Ein weiteres Merkmal der hebräischen Sprache sind die Verbalstämme, die die Bedeutung des Verbs modifizieren.
Die Hebräische Schrift ist eine Alphabet-Schrift, und zwar eine Konsonantenschrift. Trotzdem werden so genannte Halbvokale oft zur Bezeichnung langer Vokale benutzt. Halbvokale sind in diesem Zusammenhang W J H und ', wobei der Apostroph den Stimmabsatz bezeichnet. Zur Bezeichnung von Langvokalen durch Halbvokale kam es, weil im Laufe der Sprachgeschichte einige Halbvokale schwanden und die sie umgebendem Vokale längten. So wurde zum Beispiel aus bi'r (Quelle) erst be'r und dann beer, wobei die Schreibung gleich blieb. So wurde aus ' in diesem Fall ein Zeichen für ein langes E. Dieses Prinzip wurde später auch auf Fälle ausgedehnt, bei denen nie ein Halbvokal geschwunden war. Die Masoreten stellten dann die Aussprache des ' wieder her, was zu einem unhistorischen b'eer führte. Im heutigen Ivrith, dessen Aussprache auf die Aussprache der spanischen Juden zurückgeht, wird wie im Spanischen kein Unterschied mehr zwischen langen und kurzen Vokalen gemacht, so dass heute die Halbvokale auch kurze, oder genauer "nicht-lange" Vokale bezeichnen können. Die jemenitischen Juden haben eine eigene, der Originalaussprache viel nähere Aussprachetradition bewahrt, als die sehr enthusiastischen, aber an traditioneller jüdischer Bildung wenig interesierten Zionisten.
Die Hebräische Schrift ist seit dem 11. Jahrhundert v. Chr nachweisbar. Dabei handelte es sich aber nicht um die heute als hebräisch angesehene Schrift, sondern um die nur noch von den Samaritern überlieferte althebräischen Buchstaben. Die heutige hebräische Schrift ist eigentlich die zur Zeit des Reichs-Aramäischen gebräuchliche Aramäische Schrift. Die Masoreten (jüdische Schriftgelehrte) entwickelten im 7. Jahrhundert n. Chr. ein Vokalpunktierungssystem, um die korrekte Aussprache fest zuhalten (siehe Masora).
Das Hebräische wird unterteilt in drei Sprachstufen: Alt-, Mittel- und Neuhebräisch (Ivrith).
Etwa von 11. Jahrhundert v. Chr. bis in die exilisch-nachexilische Periode wurde eine Sprachform verwandt, die man Althebräisch nennt. Diese weist noch viele typische semitische Merkmale auf und ist von einer gewissen Freiheit und Farbigkeit des Ausdrucks geprägt. Später würde das Hebräische immer starrer, die im semitischen so wichtigen Verben wurden immer mehr von Partizipkonstuktionen verdängt. Das machte vieles zwar regelmäßiger, aber die Sprache verlor an Lebendigkeit. Nach der Rückkehr aus dem Babylonischen Exil wurde Althebräisch immer mehr durch das Aramäische, der Lingua franca der damaligen Zeit, verdrängt. Zur Zeit Jesu wurde es bereits fast nur noch für religiöse Zwecke benutzt. Dadurch erstarrte es nur noch mehr.
In den Spätschriften des Alten Testaments findet man eine Sprache, die schon vom frühen Althebräischen stärker abweicht. Diese Sprache, die sich stets langsam weiterentwickelte, findet man auch in den Texten von Qumran, später wurde diese Sprache von den Gelehrten (Rabbiner) nur noch als Literatur- und Sakralsprache gebraucht. Es ist aber ein großer Textkorpus aus mittelhebräischer Zeit überliefert, darunter der Talmud. In der Spätantike und im Frühmittelalter verwilderte und verwahrloste das zuerst erstarrte Hebräisch dann zusehends und erst die Neuzeit brachte Besserung. Das mittelalterliche Spanien war davon jedoch nicht betroffen.
Zur Geschichte des Neuhebräischen siehe Ivrith.
Merkmale
Schreibung
Schrift
Geschichte
Althebräisch
Mittelhebräisch
Neuhebräisch auch Ivrith genannt
Literatur
Weblinks