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In die Geschichte der Psychologie, insbesondere der Gestalttheorie bzw. Gestaltpsychologie, und der Psychopathologie ging Schulte vor allem durch seine 1924 publizierte Arbeit "Versuch einer Theorie der paranoischen Eigenbeziehung und Wahnbildung" ein. Diese Arbeit war in enger Kooperation mit Max Wertheimer, dem Begründer der Gestalttheorie, entstanden. Sie gehörte zu den ersten gestaltpsychologischen Arbeiten überhaupt, die in die englische Sprache übersetzt wurden (Ellis, A Source Book of Gestalt Psychology, Harcourt: London 1938). Ihre Aktualität kommt auch darin zum Ausdruck, dass sie im Mittelpunkt der internationalen Diskussion im Rahmen eines 2002 erschienenen Sammelbandes mit gestalttheoretischen Beiträgen zur psychotherapeutischen Krankheitslehre steht (Gerhard Stemberger, Hrsg., Psychische Störungen im Ich-Welt-Verhältnis, Krammer: Wien. In diesem Sammelband finden sich auch zeitgenössische Kommentare zur Arbeit von Schulte, unter anderem auch von Abraham S. Luchins, Erwin Levy und Paul Tholey, sowie eine Kurzbiographie zu Heinrich Schulte von Gerda Engelbracht.