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In der ersten Hälfte des 12. Jahrhundert wurden zur Unterscheidung der Ritter in ihren Rüstungen erstmals Wappen benötigt. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts durften auch Ritter ihre eigenen Wappen führen.
Nach dem deutschen Recht darf jede Organisation, aber auch Einzelperson ein eigenes Wappen führen.
| Table of contents |
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2 Aufbau des Wappens 3 Schildtogographie 4 Formen, Pelzwerke, ... 5 Wappenarten 6 Weblinks |
Um auch auf Schwarz-Weiß-Bildern die richtige Farbe zu bestimmen, legte man gewisse Zeichen für eine bestimmte Farbe fest. Sehr wichtig waren die Metallfarben Gold und Silber, die mit Gelb bzw. Weiß eine Tinktur bilden.
Die lineare Einteilung des Schildes durch gegeneinander abstufte Farben werden als Heroldstücke bezeichnet. Darstellungen von Gegenständen, Natur oder Kultur nennt man Gemeine Figuren. Diese Gemeine Figuren sind z. B. Pflanzen oder Alltagsgegenstände wie ein Schlüssel. Ein so genanntes Regalienfeld ist ein leeres, rotes Feld und weist auf ein Blutbann hin (oft bei Territorialwappen).
Ein (Familien-) Wappen besteht meist aus einem Helm, Helmzierde (Helmkleinodien), Helmdecken, einem Schild, ein Heroldsbild, einer Figur, Halsschmuck und oft auch aus einer Wulst. Ein Wappen des Hochadels besitzt meist sogar Schildhalter.
Viele Wappen bestehen oft aus nur zwei bis vier Farben. Diese sind entweder gespaltet, geteilt, gepfählt (Pfahl), gebalkt (Balken), geviert, geachtet, geschacht, gekreuzt (Kreuz), ein Deichsel (Y-Form), geständert, gewellt, ein Sparren, mit Zinnen gespaltet, Zick-Zack, ein Faden oder in Schneckenschnitt.
Die Schildformen entwickelten sich im Laufe der Zeit. Vom 12. Jahrhundert bis ins 14. Jahrhundert waren die Schildformen in einer runden V-Form. Beispiel: Essen (Stadt).
Helmformen kommen vorwiegend nur in Familienwappen vor. Auch hier wurde im Laufe der Zeit die Form des Helmes geändert.
Pelzwerke sind Musterformen die sich auf Wappen befinden. Oft auch als Tinkturen bezeichnet. Eisenhutfeh, Wolkenfeh, Hermelin, Zinnenfeh, Krückenfeh, Kürsch, Pfahlfeh, Wogenfeh, Sturzfeh oder Gegenfeh.
In vielen Wappen befinden sich Tiere. Diese Tiere, Wappentiere genannt, symbolisieren eine Eigenschaft, die der Wappennutzer hat. Sehr beliebt sind Löwen, Bären, Leoparden, Adler, Delphine, Widder oder Stiere, aber auch Fabelwesen wie der Greif, das Einhorn und der Doppeladler. Oft nutzen Städte/Nationen Tiere die heilig, oft vertreten oder Landestiere sind.
Gemeine Figuren sind Figuren aus Natur, Kultur und sonstiges, die einem Wappenbesitzer wichtig sind. Darunter fallen auch Pflanzen wie die Rose, die Lilie oder die "starke" Eiche. Oft sind Gemeine Figuren auch Gegenstände aus Legenden oder Religion wie z. B. der Schlüssel (Bremen) oder der Bischofsstab.
Bürgerliche Wappen sind Wappen von Bürgern, die keinen Adelstitel oder ähnliches besitzen. Es wird der (geschlossene) Stechhelm und der Wulst genutzt. Beispiel: Martin Luther.
Das Adelswappen ist ein Wappen, welches adligen Familien zugehört. Seit 1450 darf das Adelswappen als einzigster einen Bügel- oder Spangenhelm tragen. Heute benutzt man auch oft eine Krone. Die Rangkronen bestimmen den Adelsgrad. Man unterscheidet einfaches Adelswappen und ein doppeltes Adelswappen. Beispiele: O. von Bismarck (einfach), von Beneckendorf und von Hindenburg (doppeltes).
Allianzwappen (Ehewappen, Heiratswappen) sind Verbindungen zweier Wappen durch z. B. Heirat von Adligen mit Wappen oder Städte um ihre Zusammengehörigkeit zu symbolisieren. Beispiel: Essen (Stadt) siehe unten.
In Stadtwappen befinden sich gewöhnlich keine Helme oder ähnliches, sondern schlicht nur das Schild. Oft auch Mauerkronen. Fast jede Stadt besitzt ein Stadtwappen. Siehe oben Essen.
Staatswappen sind die Wappen von Nationen. Sie können alles bedenkliche beinhalten, sogar zwei Kronen gleichzeitig (Luxemburg). Ähnlich sind die Landeswappen, die den einzelnen Bundesländer gehören. Viele besitzen Schildhalter. Jede Nation besitzt ein Staatswappen.
Sprechende Wappen (Redende Wappen) sind Wappen, deren Darstellungen auf den Namen des Trägers Bezug nehmen.
Weitere: Familien-, Territorial-, Herrschafts-, Geschlechts-, Zunft-, Haus-, Kloster-, Vereins- und Amtswappen. Heraldische Farben (Tinkturen)
Aufbau des Wappens
Beizeichen sind kleinere Zeichen, die in manchen Fällen auch auf einer bestimmten Person zurückzuführen ist. Der so genannte Bastardfaden ist ein dünner Faden der bei unehelichen Kinder dazugefügt wurde. Viele Wappen, meist Stadtwappen, haben auch einen Schildrand. Weitere Beizeichen ist z. B. der Schrägfaden, der Einbruch oder der Turnierkragen.Schildtogographie
Zu diesen siehe: Blasonierung Formen, Pelzwerke, ...
Schildformen
Die häufigste Form, die U-Form, entstand im 13. Jahrhundert. Auch wurde diese Form später sehr beliebt, weshalb viele diese Form wählten. Beispiele: Bremen, Frankfurt (Oder).
Im 16. Jahrhundert kamen viele Einrundungen dazu. Es entstand in dieser Zeit auch die runden Formen von vielen heutigen Wappen. Beispiel: Neuenburg (Stadt) Helmformen
Im 13. Jahrhundert wurde der Topfhelm genutzt. Der Kübelhelm wurde im 14. Jahrhundert entwickelt. Im 15. Jahrhundert kam der heute noch beliebte Stechhelm auf die Wappen, sowie der Spangenhelm. Höhere Wappen nutzten Kronen anstatt (ritterliche) Helme. Pelzwerk
Wappentiere
Gemeine Figuren
Wappenarten

