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Geschichte
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Im 18. Jahrhundert wanderten die Herero in das Gebiet des heutigen Namibia ein. Ende des 19. Jahrhunderts kamen vorwiegend deutsche Siedler, die die Afrikaner um ihr Land prellten; das Gebiet wurde deutsche Kolonie (Deutsch-Südwest-Afrika). Am 11. Januar 1904 erhoben sich die Herero fast zeitgleich mit den Nama zu einem Aufstand gegen die Besatzer, weil dem Hirtenvolk durch die Ausbreitung der Siedler immer weniger Weidegrund zur Verfügung stand. Der Aufstand gipfelte am 11. August 1904 in der blutigen Schlacht am Waterberg. Neben vielen Hereros kam auch ihr Anführer Hendrik Witboi um. Bei der Schlacht kamen 65 Deutsche ums Leben.
Am 2. Oktober 1904 gab General Lothar von Trotha in einer Proklamation den Befehl zur völligen Vernichtung der Herero: "Ich, der große General der Deutschen Soldaten sende diesen Brief an das Volk der Herero. Die Herero sind nicht mehr Deutsche Untertanen. Sie haben gemordet und gestohlen, haben verwundeten Soldaten Ohren und Nasen und andere Körperteile abgeschnitten, und wollen jetzt aus Feigheit nicht mehr kämpfen. Ich sage dem Volk: Jeder, der einen der Kapitäne an eine meiner Stationen als Gefangen abliefert, erhält tausend Mark, wer Samuel Maharero bringt, erhält fünftausend Mark. Das Volk der Herero muss jedoch das Land verlassen. Wenn das Volk dies nicht tut, so werde ich es mit dem Groot Rohr dazu zwingen. Innerhalb der Deutschen Grenzen wird jeder Herero mit und ohne Gewehr, mit oder ohne Vieh erschossen, ich nehme keine Weiber oder Kinder mehr auf, treibe sie zu ihrem Volke zurück, oder lasse auf sie schießen. Dies sind meine Worte an das Volk der Herero. Der große General des mächtigen Deutschen Kaisers." (Quelle: Bundesarchiv Potsdam, Akten des Reichskolonialamtes, 10.01 2089 Bl.7, Abschrift Kommando Schutztruppe 1 Nr. 3737, Osombo-Windhuk, 2.10.1904; zitiert nach: Gunter Spraul: Der Völkermord an den Herero. Untersuchungen zu einer neuen Kontinuitätsthese; in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 12/1988, S. 713-739, hier S. 728) Die Hereros wurden daraufhin in die wasserlose Omaheke-Steppe getrieben, wo ca. 2/3 des gesamten Volkes verdursteten. Es handelte sich dabei um den ersten Völkermord / Genozid des 20. Jahrhunderts. Ebenso griffen im Herbst 1904 die Nama in die Kämpfe ein; von 20.000 Nama überlebten unter die Hälfte die Kämpfe. Insgesamt kamen bei dem Aufstand zwischen 25.000 und 100.000 Hereros und 1749 Deutsche um.