Hermelin

{| border="1" cellspacing="0" style="margin-left:0.5em" ! bgcolor="#ffc0c0" | Hermelin |----- | align="center" |
Hermelin im Winterfell |----- ! bgcolor="#ffc0c0" | Systematik |----- | {| border="0" | Ordnung: | Raubtiere (Carnivora) |----- | Überfamilie: | Hundeartige (Canoidea) |----- | Familie: | Marder (Mustelidae) |----- | Unterfamilie: | Mustelinae |----- | Gattung: | Mustela |----- | Art: || Hermelin (Mustela erminea) |} |}

Das Hermelin ist ein kleiner Marder, der zur Untergattung der Wiesel gehört. Es ist etwa 35 cm lang (davon 10 cm Schwanz) und im Sommerfell wieseltypisch oberseits braun und unterseits weiß gefärbt. Im Winterfell ist es gänzlich weiß, mit Ausnahme einer schwarzen Schwanzspitze.

Table of contents
1 Verbreitung
2 Nahrung und Jagd
3 Fortpflanzung
4 Sonstiges

Verbreitung

Das Hermelin ist in den gemäßigten und subarktischen Zonen der Nordhalbkugel verbreitet. Es bewohnt Europa von den Pyrenäen, Alpen und Karpaten nordwärts, Nord- und Zentralasien (einschließlich Japan), Teile Grönlands, Kanada und den Nordrand der USA.

Eingeschleppt wurde das Hermelin in Neuseeland, wo es sich zu einem schweren ökologischen Problem entwickelt hat.

Der berühmte Fellwechsel findet nicht in allen Teilen des Verbreitungsgebiets statt. In den wärmeren Bereichen sind Hermeline ganzjährig braun-weiß, im hohen Norden verlieren sie dagegen nie das weiße Winterfell.

Hermeline bewohnen alle Landschaftstypen: Wälder, Wiesen, Felder, Ufer und in begrenztem Maße auch Ränder menschlicher Siedlungen. Sie sind in Höhen bis zu 3400 m anzutreffen.

Nahrung und Jagd

Hauptsächlich erjagen Hermeline kleine Säugetiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen, Spitzmäuse und Maulwürfe. Daneben verzehren sie auch kleine Vögel, Eidechsen, Fische und Insekten.

Bevorzugt geht ein Hermelin zur Dämmerungszeit auf die Jagd. Es findet die Beute hauptsächlich über Geruch und Gehör. Oft macht es dabei "Männchen", um die Umgebung zu orten. Wenn eine Beute erkannt wird, schleicht es an diese heran und springt sie schnell und überraschend an, um einen tödlichen Biss in den Hinterkopf zu platzieren. Das Opfer wird dann zum Bau geschleppt.

Die früher verbreitete Behauptung, Hermeline saugten ihren Beutetieren das Blut aus, ist unwahr.

Fortpflanzung

Hermelinmännchen werden im Alter von einem Jahr geschlechtsreif, Weibchen schon mit etwa vier Monaten. Nach sieben bis zwölf Monaten Tragzeit bringt das Weibchen drei bis neun (ausnahmsweise bis 13) Junge zur Welt. Die blinden und hilflosen Jungen werden vom Weibchen versorgt und verteidigt. Sechs Wochen lang werden sie gesäugt; in dieser Zeit gleichen sie sich im Aussehen den Alttieren an.

Sonstiges

Das Fell des Hermelins wurde stets als besonders wertvoll erachtet, weshalb diese Tiere lange Zeit gejagt wurden. Ein Hermelinmantel galt als das Vorrecht adliger Familien.

Wegen der vielen Feinde (Greifvögel, Eulen, Füchse, Dachse) werden Hermeline selten älter als zwei Jahre, können aber theoretisch ein Alter von sieben Jahren erreichen.

Viele Hermeline leiden an einem parasitischen Fadenwurm (Skrjabingylus nasicola), der von Spitzmäusen übertragen wird und im Nasenraum lebt. Er dringt später ins Gehirn vor und verursacht den Tod seines Wirtes.



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