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Weber unterscheidet drei Idealtypen von Herrschaft:
Die Definition von Max Weber widerspricht Karl Marx, dessen Herrschaftsbegriff auf Macht basierte. Der Begriff von Max Weber ähnelt eher dem Gesellschaftsvertrag. Wichtig ist daher, dass bei einer Herrschaft die Beteiligten sich mehr oder weniger freiwillig der Herrschaft unterordnen, im Gegensatz zu Macht, bei der die Interessen der Herrschenden und Beherrschten sich gegenüberstehen können (aber nicht müssen). Damit entspricht die sozialwissenschaftliche Verwendung des Begriffs Herrschaft nicht immer dem alltäglichen Verständnis von Herrschaft.
Ein gutes Beispiel ist die Gerontokratie, die Herrschaft der Ältesten. Sie gehört zur traditionalen Herrschaft. Die Ältesten besitzen hierbei die Herrschaft beispielsweise eines Stammes, ihre Legitimation entspringt ihrer Kenntnis der Traditionen, und ihre Macht über den Stamm ist begrenzt wiederum durch die Tradition, da diese ihre Macht legitimieren.
Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil des Ganzen. Seine Aufgabe ist die eines Hüters, eines Verwalters, nicht die eines Ausbeuters. Der Mensch hat Verantwortung, nicht Macht. (Oren Lyons,Häuptling der Onondaga-Nation)
siehe auch: Typen der Herrschaft bei Weber[1]
Quellen
Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Tübingen, 1985.
Kapitel 1, Paragraph 16; Kapitel 3.