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Die Landgrafschaft Hessen-Kassel entstand nach dem Tod Philipps I. von Hessen ("des Großmütigen") († 1567), als nach den altertümlichen Erbregeln im Hause Hessen die von ihm regierte Landgrafschaft Hessen auf seine Söhne aufgeteilt wurde. Der älteste Sohn Wilhelm IV. erhielt etwa die Hälfte des Landesterritoriums einschließlich der alten Hauptstadt Kassel, womit die Landgrafschaft Hessen-Kassel konstituiert war. Das Erbe der brüderlichen Linien in Hessen-Marburg und Hessen-Rheinfels fiel nach deren Aussterben an Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt zurück.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde Hessen-Kassel zum Kurfürstentum des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation erhoben. Von daher stammt die Bezeichnung Kurhessen. 1807 kam Kurhessen als Bestandteil des Königreich Westfalen unter napoleonische Herrschaft, wurde nach verschiedenen Erhebungen jedoch bereits 1813 wieder selbständiges Fürstentum.
Obgleich durch den neu geschaffenen Deutschen Bund die Kurfürstenwürde obsolet geworden war, behielt der Landesherr den Titel "Kurfürst" und das Land die Bezeichnung "Kurhessen". Zum Gesamtstaat Kurhessen gehören das Großherzogtum Fulda, hervorgegangen aus dem Fürstbistums Fulda, wie die zur Landgrafschaft gehörenden Fürstentümer Fritzlar, Hersfeld und Hanau. Weiterhin sind mehrere Exklaven Staatsteil von Hessen-Kassel, wie z.B. die Grafschaft Schaumburg (um Rinteln)an der Weser und die Herrschaft Schmalkaden im heutigen Thüringen. Letzgenannte Landesteile wurden in den 1930er/1940er Jahren aus der damaligen Povinz Hessen-Nassau herausgelößt, sind aber bis heute Bestandteil der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Kurhessen erlosch 1866, nachdem es von Preußen in Folge des Deutschen Kriegs annektiert wurde. Seinerzeit wurde es mit dem ebenfalls annektieren Herzogtum Nassau und der durch preußische Truppen besetzte ehemals Freien Reichsstadt Frankfurt am Main zur Provinz Hessen-Nassau vereinigt.
Haupt- und Residenzstadt war in allen oben angeführten Phasen Kassel.
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|+Tabelle der Landgrafen von Hessen-Kassel (seit 1803 Kurfürsten)
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! style="background:#CFCFCF;" |Regierungszeit
! style="background:#CFCFCF;" |Herrscher
! style="background:#CFCFCF;" |Bemerkung
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|1568 - 1592 || Wilhelm IV || Nach dem Tod Philipps I. von Hessen wird durch Erbteilung die
Landgrafschaft Hessen-Kassel gegründet
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|1592 - 1627 || Moritz der Gelehrte ||
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|1627 - 1637 || Wilhelm V. der Beständige ||
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|1637 - 1663 || Wilhelm VI ||
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|1663 - 1670 || Wilhelm VII ||
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|1670 - 1730 || Karl || Zuvor regierte 5 Jahre lang seine Mutter als Vormund.
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|1730 - 1751 || Friedrich I || Seit 1720 König von Schweden
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|1751 - 1760 || Wilhelm VIII || Fungierte bereits seit 1730 als Statthalter seines Bruders.
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|1760 - 1785 || Friedrich II || Vergrößerte das Heer beträchtlich und ließ 1776-84 auf Seiten
Englands 12.000 Mann gegen Nordamerika kämpfen.
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|1785 - 1821 || Wilhelm IX || Übernahm 1803 als Wilhelm I die Kurfürstenwürde.
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|1821 - 1847 || Wilhelm II ||
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|1847 - 1866 || Friedrich Wilhelm I || Starb 1875 ohne nachfolgefähige Kinder.
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