|
|
Berühmt ist die Seegrotte: Im Jahre 1912 strömten nach einer Sprengung im damaligen Gipsbergwerk Hinterbrühl mehr als 20 Millionen Liter Wasser mit ungeheurer Wucht in die Gänge und Stollen. Durch diesen Einbruch bildete sich der größte unterirdische See Europas.
Von 1944 bis 1945 befand sich in der Hinterbrühl ein Konzentrationslager, in dem politische Gefangene aus ganz Europa Zwangsarbeit leisten mussten. Die Häftlinge wurden gezwungen untertag in der Seegrotte Kriegsflugzeuge für die deutsche Wehrmacht zu fertigen. In den letzten Kriegstagen 1945 löste die NS-Führung das KZ-Hinterbrühl auf und befahl den rund 1800 KZ-Häftlingen den 200 km langen Rückmarsch in das KZ-Mauthausen (Oberösterreich), den fast niemand von ihnen überlebte. 51 Häftlinge wurden bereits vor dem Abmarsch mit Benzininjektionen getötet bzw. von SS-Angehörigen erwürgt.
1988 wurde oberhalb der Seegrotte - an dem Ort an dem sich vormals das Massengrab der 51 getöteten ZwangsarbeiterInnen befand - eine Gedenkstätte errichtet. Im Juli 2000 sowie im Januar 2004 wurde diese von unbekannten Tätern beschädigt und teilweise zerstört.
Im Jahr 1883 wurde von Mödling aus die erste österreichische elektrische Straßenbahn nach Vorderbrühl eröffnet, die 1885 bis Hinterbrühl verlängert wurde. Sie wurde am 31. März 1932 eingestellt.